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Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,13 Prozent im Plus auf 5.581,29 Punkten. Der Frankfurter DAX verlor 0,07 Prozent auf 22.636,91 Zähler. Der Schweizer SMI stieg hingegen um 1,02 Prozent auf 12.515,94 Einheiten, während der britische FTSE-100 auch dank fester Ölwerte um 0,72 Prozent auf 9.965,16 Punkte zulegte. Die Ölpreise legten nach deutlichen Rückgängen zum Wochenstart wieder zu.
Derzeit ist die Lage unklar. Während US-Präsident Donald Trump trotz gegenteiliger Signale aus dem Iran Hoffnung auf ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges verbreitet hatte, gingen die Kämpfe vorerst weiter. Zudem hatte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementiert, dass es Verhandlungen mit den USA gegeben habe.
Zur Vorsicht mahnen auch die jüngsten Konjunkturdaten, in denen sich die Auswirkungen des Iran-Krieges widerspiegelten. So hat sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im März verschlechtert. Bei der Umfrage unter Einkaufsmanagern konnte erstmals der Ausbruch des Kriegs im Nahen Osten mit dem starken Anstieg der Energiepreise voll berücksichtigt werden. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,4 Punkte auf 50,5 Punkte.
Stärkster Sektor waren die Ölwerte, gefolgt von Telekomaktien und Chemietiteln. BASF legten um 4,2 Prozent zu, nachdem die Deutsche Bank den Wert auf "Buy" angehoben hatte. Givaudan fielen dagegen um 1,1 Prozent. Die Deutsche Bank hatte die Aktie auf "Hold" abgestuft.
Im schwächelnden Technologiesektor gab ebenfalls ein Schwergewicht den Ton an. SAP sanken um 4,1 Prozent und reagierten damit ebenfalls auf einen Analystenkommentar. Analyst Toby Ogg von JPMorgan hatte den Wert von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und sein Kursziel deutlich von 260 auf 175 Euro gesenkt.
Im Konsumsektor sorgten die Verhandlungen des US-Kosmetikkonzerns Estée Lauder und des spanischen Wettbewerbers Puig Brands über einen Zusammenschluss für Aufmerksamkeit. Aktien von Puig sprangen an der Madrider Börse um fast 13 Prozent nach oben.
Die Privatbank Berenberg hat das Kursziel für Airbus von 210 auf 190 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Risiken wegen des Iran-Kriegs seien zwar vorhanden, aber bisher seien die Verwerfungen begrenzt, schrieb George McWhirter am Dienstag. Dabei präzisierte er, dass der Nahe Osten 11 Prozent der Lieferungen des Flugzeugbauers ausmache. In Paris gaben Airbus daraufhin um 1,1 Prozent nach.