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Nach der Stabilisierung am Vortag zeichnet sich am Freitag an den europäischen Aktienmärkten wenig Bewegung ab. "Die Details zum Grönland-Deal sind an der Börse gut angekommen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Am Donnerstag hätten die Anleger wieder "im großen Stil gekauft" - mit dem höchsten Handelsumsatz in den 40 DAX-Werten in diesem Jahr. Nun lassen es die Anleger ruhiger angehen.
Der Rekordlauf bei Siemens Energy reißt auch im Laufe des Freitags nicht ab. Die Aktien legten bis Mittag um 3,85 Prozent zu und wurden erstmals über 140 Euro gehandelt. Rüstungswerte wie Rheinmetall (plus 2,46 Prozent), Hensoldt (plus 4,01) und Renk (plus 2,73) schüttelten anfängliche Kursverluste deutlich ab. Neue Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine lasteten zunächst auf den Kursen, doch der erfolgreiche Börsengang des tschechischen Rüstungskonzerns Czechoslovak Group (CSG) hellte dann die Stimmung auf.
CSG ging am Freitag in Amsterdam an die Börse und erzielte dort eine zweistellige Milliardenbewertung. Nachdem die Aktien zu 25 Euro ausgegeben wurden, erreichten sie in der ersten Spitze die 33-Euro-Marke. Zuletzt wurden 32,65 Euro für die Aktien bezahlt, was ein Plus von rund 30 Prozent bedeutete.
Die Blicke richteten sich auch auf BASF. Der weltgrößte Chemiekonzern hat im vergangenen Jahr stärker mit der Branchenkrise zu kämpfen gehabt als gedacht. Der operative Gewinn ging empfindlicher zurück als vom Unternehmen selbst in Aussicht gestellt, wie das deutsche Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss überraschend mitteilte. Zwar stiegen die verkauften Mengen leicht. Doch niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte belasteten. Anleger zeigten sich enttäuscht. Die BASF-Werte verloren 2,24 Prozent.
Am DAX-Ende lagen Adidas mit 5,25 Prozent im Minus - auf dem tiefsten Niveau seit März 2023. Die kanadische Bank RBC strich ihre positive Empfehlung für den Sportartikelhersteller. Adidas schlage sich in einem recht schwierigen globalen Marktumfeld gut, doch die Markterwartungen für 2026 seien hoch, schrieb der Analyst Piral Dadhania.