Europas Leitbörsen notieren zu Mittag überwiegend im Plus

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Zweifel an hohen KI-Investitionen verunsichern Anleger
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Freitag bis Mittag überwiegend im Plus gezeigt. Zum Wochenausklang notierte der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 um 0,70 Prozent fester auf 5.967 Punkten. In Frankfurt legte der DAX um 0,54 Prozent auf 24.624 Zähler zu. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 hingegen um 0,23 Prozent auf 10.332 Einheiten.

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Zunehmende Zweifel an hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz verunsichern die Anleger am europäischen Aktienmarkt. Amazon werde zunächst darunter leiden, dass die Anleger hohe Investitionen ohne konkreten Umsatzerfolg sehr kritisch sehen, kommentierten Analysten von Goldman Sachs. Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar (169,52 Mrd. Euro) unter anderem in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. "Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht", schrieb Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Anlegerstimmung erscheine gerade wie das Negativ des Booms von 2021.

Negative Nachrichten vom Autobauer Stellantis setzten zudem den europäischen Autosektor stark unter Druck. Der Fiat- und Chrysler-Mutterkonzern schreibt wegen der US-Elektroauto-Kehrtwende rote Zahlen und streicht die Dividende. Das Zurücksetzen der Strategie gehe einher mit einer Abschreibung von fast 22 Milliarden Euro, hieß es. Stellantis sackten in Paris um mehr als ein Viertel ab. Im sehr schwachen europäischen Autosektor verloren die im DAX notierten Aktien von Volkswagen, BMW und Mercedes teilweise mehr als 2 Prozent.

An der DAX-Spitze steht Rheinmetall. Die Aktie legte um 3,85 Prozent zu und setzt damit ihren Erholungskurs fort. Bayer klettert um 2,47 Prozent nach oben. Detaillierte Studienergebnisse zum Medikamentenkandidaten Asundexian machen Anlegern Hoffnung auf gute Geschäfte mit dem Blutgerinnungshemmer. Ein Händler sprach von einem sehr positiven Ergebnis für Bayer.

Eine Hochstufung für Renk gab den Papieren des Rüstungsherstellers enormen Auftrieb. Exane BNP votiert nun mit "Outperform". Die Renk-Werte stiegen um 8 Prozent. Auch die Lufthansa-Aktien profitierten von einer positiveren Analysten-Einschätzung von Oddo BHF. Allerdings gab es zunächst nur ein leichtes Plus von 0,82 Prozent.

Während Siemens Energy um 2,47 Prozent und Siemens um 1,90 Prozent zulegte, verloren die Werte von Siemens Healthineers 4,08 Prozent auf 40,89 Euro. Die Siemens-Tochter hatte im ersten Quartal 2025/26 den schwachen Dollar und die Umwälzungen im chinesischen Gesundheitswesen zu spüren bekommen. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis zwar um knapp vier Prozent auf 5,4 Mrd. Euro, nach Währungseffekten stand aber ein Minus von 1,5 Prozent zu Buche, wie die Siemens-Tochter am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 5,45 Mrd. gerechnet. Barclays senkte das Kursziel für Siemens Healthineers von 61 auf 59 Euro, beließ aber die Einstufung auf "Overweight".

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