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Der Euro-Stoxx-50 gewann gegen Mittag 0,32 Prozent auf 5.959,09 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,31 Prozent fester bei 24.142,05 Zählern. Außerhalb des Euroraums verlor der Schweizer SMI wegen der mäßigen Entwicklung der defensiven Schwergewichte 0,32 Prozent auf 13.177,33 Zähler. Der britische FTSE-100 zog um 0,2 Prozent auf 10.581,10 Punkte an.
Zumindest ein Sektor profitierte aber von den Vorgaben der internationalen Leitbörsen: Technologiewerte lagen mit merklichem Aufschlag an der Spitze der Einzelsektoren. Aktien des Halbleiter-Ausrüsters ASML waren dabei mit zwei Prozent Gewinn gefragt. Sie profitierten von den Vorgaben des Halbleiterriesen TSMC. Die Zahlen des weltweit größten unabhängigen Chip-Auftragsfertigers zum ersten Quartal waren deutlich besser als erwartet ausgefallen.
Im schwächelnden Sektor der Nahrungs- und Getränkeproduzenten belasteten dagegen gleich zwei Unternehmen mit enttäuschenden Nachrichten. So hatte Pernod Ricard im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen zwar leicht übertroffen, das Jahresziel aber zurückgenommen. Die Aktie gab leicht nach. Einen Einbruch von über 15 Prozent erlitten unterdessen Barry Callebaut. Der Schokoladen-Hersteller hatte im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres weniger Schokolade verkauft. Der in Aussicht gestellte Rückgang des operativen Gewinns (Ebit) kam bei Anlegern schlecht an.
Unter den ebenfalls nachgebenden Reise- und Freizeitwerten bekam der Billigflieger Easyjet die Folgen des Iran-Kriegs zu spüren. Die Buchungen hätten sich in den vergangenen Wochen abgeschwächt, teilte der Konzern mit. Die Aktie verlor 4,5 Prozent.
Bei den Schweizer Nebenwerten gelang dagegen DocMorris eine positive Überraschung. Die Analysten von Jefferies sprachen angesichts neuer Zahlen von einem soliden Jahresstart. Die Aktie kletterte um 9,2 Prozent. Seit den Jahrestiefs im März ist der Wert um über 50 Prozent geklettert.