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Europas Leitbörsen notieren zu Mittag mit Abgaben

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Warten auf US-Arbeitsmarktdaten
 © APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Donnerstag zu Mittag mit tieferen Notierungen gezeigt. Sie folgten damit mäßigen Vorgaben aus den USA und aus Asien. Starke Auftragszahlen aus der deutschen Industrie konnten dabei nicht nachhaltig stützen.

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Der Euro-Stoxx-50 stand zuletzt 0,24 Prozent tiefer bei 5.909 Punkten. Der DAX fiel um 0,11 Prozent auf 25.094 Zähler, während der britische FTSE-100 um 0,27 Prozent auf 10.021 Einheiten nachgab.

Damit etablierte sich an den Märkten nach den Gewinnen zum Jahresbeginn mehr und mehr eine abwartende Haltung. Dies gilt umso mehr, als wichtige Daten anstehen. "Der Fokus richtet sich nun auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag", hieß es in einem Kommentar von Index Radar. "Übergeordnet bleiben Themen wie Grönland oder Taiwan Unsicherheitsfaktoren, die jederzeit Volatilität freisetzen können."

Zu den schwächeren Sektoren gehörten die Bauwerte. Saint-Gobain verloren 3,6 Prozent, nachdem die UBS den Wert von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 92 auf 78 Euro gesenkt hatte. Die Verkaufsempfehlung für Saint-Gobain reflektiere negativere Einschätzungen zum Bau privater Häuser und Wohnungen in der EU und den USA sowie zum gewerblichen Baugeschäft in der EU, hieß es zur Begründung.

Auch Ölwerte gehörten zu den Verlierern. Die Aktien von Shell verloren nach einem enttäuschenden Zwischenbericht zur Produktion über zwei Prozent. Die Analysten der RBC sprachen von einem harten Jahresende für den Ölkonzern. Die Schätzungen für Gewinn und Cashflow dürften unter Druck kommen.

Durchwachsene Signale gab es von britischen Einzelhändlern. Tesco verloren 5,3 Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen von in Teilen enttäuschenden Quartalsumsatzzahlen. AB Foods brachen nach einem schwachen Zwischenbericht sogar um über elf Prozent ein. Marks & Spencer stiegen dagegen um 1,4 Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank verwiesen auf die besser als erwartete Margenentwicklung im Rahmen der jüngsten Zahlen.

Besser entwickelte sich der Bankensektor, wo BNP Paribas um 2,3 Prozent kletterten. Die Analysten der UBS hatten die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 77,40 auf 103,00 Euro angehoben. Mit einem Abschlag von 32 Prozent zum europäischen Bankensektor erscheine die Aktie des französischen Geldhauses angesichts des Kapitalaufbaus und des prognostizierten Gewinnwachstums von 50 Prozent im Zeitraum 2025 bis 2028 zu günstig, so die Begründung.

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