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Insgesamt ist die Stimmung an den Aktienmärkten weiter gut, obwohl sich die geopolitische Lage zu Beginn des neuen Jahres weiter verschärft hat. "Die spektakuläre Militärintervention der USA in Venezuela wie auch die vielen weiteren geostrategischen Initiativen des US-Präsidenten, allen voran die öffentlichen Überlegungen zu Grönland, hatten keine weiteren negativen Nachwirkungen an den Finanzmärkten", konstatiert der Chefvolkswirt der DekaBank, Ulrich Kater.
Kater erklärt die historischen Höchststände an vielen Börsenplätzen damit, dass die neue Geo-Ökonomie nicht nur Risiken mit sich bringt, sondern auch wirtschaftliche Dynamik entfacht. "Allerdings werden die Risiken, die sich aus der hohen Dynamik der Weltpolitik ergeben, zurzeit an den Märkten ausgeblendet und die positiven Wirtschaftsdaten in den Vordergrund gestellt", räumt er ein.
Unternehmensseitig achteten die Marktteilnehmer am Freitag auf Teamviewer. Der Softwarekonzern erreichte sein Umsatzziel für 2025. Die Aktien gewannen 6,5 Prozent. Für die Papiere des Internet-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 ging es um 6,4 Prozent hoch, womit sie knapp über 30 Euro kosteten. Goldman Sachs sieht noch Luft bis 39 Euro.
Der niederländische Chipkonzern ASML legte um 5,3 Prozent zu. Die Werte des französischen Kosmetikherstellers L'Oreal stiegen um 4,46 Prozent. Die Aktien von BNP Paribas gewannen 3,54 Prozent.
Fresenius Medical Care (FMC) zogen um 1,8 Prozent an. Der Dialyse-Anbieter setzt sein Aktienrückkaufprogramm beschleunigt fort. Die Aktien des Pharma- und Laborausrüsters Sartorius fielen indes um 2,1 Prozent nach einer Abstufung durch RBC.
Versicherer waren erneut schwach. Morgan Stanley verwies auf das herausfordernde Branchenumfeld mit einer schwächeren Preiserneuerungsrunde. Hannover Rück, Munich Re und Allianz verloren im DAX bis zu 2 Prozent. Im Bausektor schwächelte die Aktie von Vinci mit einem Minus von 1,6 Prozent. Titel des Technologiekonzerns Safran verloren 1,5 Prozent.