Europas Leitbörsen mehrheitlich im Minus

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Euro-Stoxx-50 büßt 0,10 Prozent ein - London klar im Plus
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Die wichtigsten Aktienbörsen in Europa haben sich am Mittwoch im Mittagshandel mehrheitlich im Minus gezeigt. "Die Dynamik an den europäischen Finanzmärkten nimmt vor der Publikation der US-Arbeitsmarktdaten etwas ab", beschrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets das Geschehen. "Es sind klare Tendenzen für Gewinnmitnahmen erkennbar."

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Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx-50 gab leicht um 0,10 Prozent auf 6.041 Einheiten ab. Der DAX ging in Frankfurt um 0,13 Prozent auf 24.955 Punkte zurück. Der deutsche Leitindex hat sich damit etwas von der 25.000-Punkte-Marke entfernt. Schon an den beiden Vortagen hatte sich diese Marke als zu hohe Charthürde erwiesen. In London konnte der FTSE-100 hingegen um 0,73 Prozent auf 10.429 Punkte zulegen.

Der US-Arbeitsmarktbericht könnte aus Sicht der Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ein verhaltenes Bild zeichnen. Dies sei aber kein Grund zur Klage. "Da es die US-Wirtschaft zuletzt vermochte, trotz dieses geringen Beschäftigungsanstieges ihre gesamtwirtschaftliche Leistung mit Jahresraten von gut vier Prozent zu steigern, müssen die Produktivitätsgewinne entsprechend hoch sein", hieß es in einem Kommentar der LBBW. "Dies drückt die Lohnstückkosten und hemmt damit auch den Preisauftrieb auf der Ebene der Endverbraucher." Zugleich dämpfe es die Auswirkungen der US-Zölle.

Schwächster Sektor waren die Technologiewerte. Aktien von Dassault Systemes brachen um knapp 20 Prozent ein. "Kein Silberstreif am Horizont", merkte Analyst Charles Brennan von der Bank Jefferies zu den Quartalszahlen des französischen Software-Entwicklers an. Die Wachstumsprognose des Unternehmens für das laufende Jahr stelle zudem die Frage, wie deutliche Veränderungen möglich werden sollen in Zeiten eines sich beschleunigenden Wandels. Auch das Schwergewicht SAP schwächelte mit 1,8 Prozent Abschlag.

Überzeugen konnte dagegen Ahold Delhaize. Der niederländische Supermarktbetreiber hatte der Konsumflaute in den USA getrotzt und im vierten Quartal überraschend viel verdient. Im größten Markt des Konzerns konnte Ahold die verkauften Mengen gegen den Branchentrend steigern. Der schwache Dollar bremste zwar, dennoch fielen die Ergebnisse spürbar besser aus als von Experten erwartet worden war. Die Aktie legte um knapp neun Prozent zu.

Im Bereich der Nahrungs- und Getränkehersteller war der Großbrauer AB Inbev mit 1,2 Prozent Aufschlag gefragt. Er profitierte von den Vorgaben von Heineken. Die Analysten von Jefferies sprachen von einem starken Zahlenwerk für 2025. Der Konzern kündigte zudem den Abbau von zahlreichen Stellen an. Heineken-Papiere zogen 3,4 Prozent hoch.

Stärkster Sektor waren die Ölwerte. Die Zahlen von Totalenergies fanden ein positives Echo. Die Aktie legte um rund zwei Prozent zu.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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