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Damit hielt sich in Frankfurt der DAX über der runden Marke von 25.000 Zählern. Nach dem Rekordhoch von 26.618 Punkten Ende August waren die Aktienkurse in den vergangenen Wochen vor allem wegen der steigenden Ölpreise und deutlich gestiegener Anleiherenditen unter Druck geraten. Am Donnerstag war der deutsche Leitindex bis auf 24.831 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit Ende Juli gefallen. Am Freitag erholte sich der DAX dann etwas im Zuge eines schwächer als gedachten US-Arbeitsmarktberichtes, der Inflations- und Zinssorgen etwas milderte.
Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank erwähnt die politische Unsicherheit, die dazu führe, dass internationale Investoren einen zunehmend großen Bogen um europäische Aktien machten. In Spanien kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen an. Diese sollen am 29. November stattfinden, wie der Sozialist in einer online übertragenen Erklärung sagte. Vergangenen Freitag war seine linke Regierung im Parlament mit zwei Dekreten gescheitert, mit denen sie nach massiven landesweiten Protesten gegen steigende Mieten und Zwangsräumungen vorgehen wollte. Dies kam allerdings bei den Anlegern in Sparnien zunächst gut an, und brachte für den IBEX-35 ein Plus von 0,42 Prozent.
Der Euro setzte am Montag seine Talfahrt der vergangenen Wochen fort und fiel unter die Marke von 1,12 US-Dollar. Für Exportunternehmen ist das zwar positiv, doch die politische Unsicherheit bereitet Investoren Sorgen. "Anleger entziehen dem Euro das Vertrauen", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Das Misstrauen in die Kreditwürdigkeit der Eurozone wächst." So stand vor dem Wochenende der jüngste Anstieg der Renditen französischer Staatsanleihen im Fokus. In der zehnjährigen Laufzeit lag die Rendite deutlich höher im Vergleich zu Bundesanleihen.
Im Fokus stand das milliardenschwere Übernahmeangebot von Schneider Electric für den US-Softwarekonzern PTC. Die Kaufofferte der Franzosen von 205 US-Dollar je Aktie des Software-Entwicklers bedeute eine Prämie von 42 Prozent auf den Schlusskurs am Freitag sowie von 46 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittspreis der vergangenen 30 Tage, schrieb Lucas Ferhani von Jefferies. Der Kaufpreis bewerte das US-Unternehmen mit dem 21-Fachen des für 2027 erwarteten operativen Gewinns (EBITA) vor Synergien. Das kam bei den Aktionären von Schneider Electric nicht gut an, die Anteilscheine büßten 8,38 Prozent ein. Allerdings profitierten davon Software-Papiere, wie SAP, Nemetschek oder Teamviewer, die bis zu 3,8 Prozent zulegten.
Die US-Bank JPMorgan beließ die Einstufung für Air Liquide nach der Ankündigung strategischer Ziele bis 2030 auf "Neutral" mit einem Kursziel von 162 Euro. Die anlässlich des Kapitalmarkttages vorgestellten Ziele für den Gasehersteller und Anlagenbauer seien ambitioniert, bestätigten aber zugleich weitgehend die Erwartungen der Analysten (Konsens), schrieb Chetan Udeshi in einer am Montag vorliegenden Studie. Allerdings könnte das Ziel für die Eigenkapitalrentabilität von mehr als 11 Prozent nach Steuern bis 2030 unter der Erwartung liegen. Die Aktien von Air Liquide stiegen um 2,46 Prozent auf 174,34 Euro.