Europas Leitbörsen im Frühhandel uneinheitlich

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Auto-Werte wie BMW nach US-Zollandrohungen unter Druck
 © AFP, JADE GAO, Apa
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An den meisten europäischen Aktienmärkten wurde am Freitag feiertagsbedingt nicht gehandelt. Rund eine Stunde nach dem Start in die neue Handelswoche zeigten sie sich uneinheitlich. Der Euro-Stoxx-50 rutschte leicht ins Minus, gab dabei um 0,17 Prozent auf 5.871 Punkte nach. Der DAX hingegen knüpfte zunächst an den starken Donnerstag an und gewann 0,34 Prozent auf 24.375 Zähler. In London blieb die Börse, die am Freitag noch geöffnet war, nun feiertagsbedingt geschlossen.

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Die Nachrichtenlage bleibt inzwischen angespannt - und das nicht nur hinsichtlich des Nahost-Kriegs. Denn in seinem Unmut über Europa und vor allem Deutschland hat US-Präsident Donald Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social eine kräftige Anhebung der US-Zölle auf Fahrzeuge aus der EU angekündigt. Die EU-Kommission behält sich Gegenmaßnahmen vor, sollte Trump seine Ankündigung tatsächlich wahr machen.

An Trump-Drohungen hat sich der Markt allerdings auch ein Stück weit gewöhnt. Sie seien in der Vergangenheit teilweise Verhandlungsmasse gewesen oder angepasst worden, kommentierte Marktanalyst Jens Klatt vom Broker XTB. Und auch jetzt seien rasche bilaterale Gespräche zwischen den USA und der EU mit deutschen Herstellern sehr wahrscheinlich.

Hinsichtlich des Nahost-Kriegs bleiben Anleger auf der Hut, blicken auf die Ölpreise und hoffen auf eine Öffnung der Straße von Hormuz. Die Situation habe sich über das Wochenende nicht wesentlich verbessert, aber auch nicht wesentlich verschlechtert", kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. Die Nachrichtenlage bleibe undurchsichtig.

Die US-Zollandrohungen belasteten BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen. Die Abschläge beliefen sich auf bis zu 1,6 Prozent.

Halbleiterwerte wie Aixtron und Infineon kletterten weiter nach oben und folgten der Tech-Rally in den USA und Asien. Selbst Siltronic stiegen ungeachtet einer Abstufung durch Oddo BHF.

Rheinmetall erholten sich mit plus 3,1 Prozent und profitierten von einer Hochstufung durch Santander.

Thyssenkrupp stiegen um 1,6 Prozent. Der Industriekonzern will seine Stahlsparte doch nicht mehr an den indischen Konkurrenten Jindal verkaufen. Mittelfristig will sich Thyssenkrupp aber weiter vom Stahlgeschäft trennen.

Die Aktien der Parfümeriekette Douglas fielen nach Quartalszahlen und einer Prognosesenkung um 4,7 Prozent.

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