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Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,87 Prozent auf 6.126,73 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 1,18 Prozent schwächer bei 24.806,97 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 0,16 Prozent auf 10.441,60 Einheiten.
Unter Druck standen Pharmawerte. Ein Kurseinbruch des Biotechnologieunternehmens argenx von annähernd 16 Prozent belastete. Das Unternehmen hatte eine weit vorangeschrittene Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Efgartigimod Sc zur Behandlung des Sjögren-Syndroms gestoppt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, zu deren Symptomen unter anderem starke Erschöpfung und extreme Trockenheit von Mund und Augen gehören.
Erneut schwach waren auch die Bankenwerte. Damit hielt die Risikoaversion in dem Sektor an. Der Blick gilt der Verschuldung Frankreichs und dem gestiegenen Risikoaufschlag französischer Staatsanleihen. "Belastend wirkte gestern die Aussage des Gouverneurs der Banque de France, Moulin, dass die Bedingungen für ein Eingreifen der EZB derzeit nicht erfüllt seien", merkten die Experten der Landesbank Baden-Württemberg zu der angespannten Lage an.
"Aufgrund der Systemrelevanz Frankreichs für die Eurozone dürfte die EZB früher oder später gezwungen sein, ihr Antifragmentierungsinstrument TPI zu aktivieren", fügte Eckhard Schulte von der Vermögensverwaltung MainSky Asset Management hinzu. Der Weg dorthin könnte allerdings lang und für die Märkte schmerzhaft werden, da ein politischer Konsens erforderlich sei.
Aktien der Autozulieferer standen im Schatten einer Gewinnwarnung des französischen Konzerns OPMobility. Die Aktie brach um über 20 Prozent ein und zog auch andere Werte des Sektors wie Valeo (minus 7,5 Prozent) nach unten. OPMobility will nun 770 Stellen in Frankreich und Deutschland streichen. Grund sind höhere Kosten und Produktionsunterbrechungen bei Kunden wie Stellantis (minus 3,3 Prozent).
Positive Ausnahme im schwächelnden Markt war Tesco. Die Aktie des britischen Einzelhändlers kletterte um über fünf Prozent. Die Halbjahreszahlen seien besser als erwartet ausgefallen, begründeten die Analysten der kanadischen RBC die Gewinne. Die Experten von Jefferies hoben die robuste Marge hervor.