Europas Leitbörsen fester, Euro-Stoxx-50 plus 0,95 Prozent

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DAX mit neuem Rekordhoch im Verlauf
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Die europäischen Börsen haben am Freitag klar zugelegt. Sie erholten sich damit von den Vortagesverlusten, die es an vielen der großen Handelsplätze gegeben hatte. Zum Wochenausklang stand die Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh in Jackson Hole international im Fokus.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ging mit plus 0,95 Prozent auf 6.485,67 Punkten ins Wochenende. Dabei erholten sich französische Aktien etwas stärker. Hier waren Bankwerte am Vortag unter Druck gekommen und hatten damit den Markt belastet. In Frankfurt legte der DAX 0,77 Prozent auf 26.569,99 Einheiten zu, nachdem er im Verlauf ein neues Rekordhoch markiert hatte. Der britische FTSE-100 kletterte um 0,29 Prozent auf 10.824,26 Punkte.

Warsh betonte beim jährlichen Notenbanktreffen abermals die Risiken einer erhöhten Inflation, um die er sich derzeit mehr Sorgen mache, als um den Arbeitsmarkt. Die US-Notenbank Fed müsse reagieren, falls sich die Inflation nicht zügig in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels bewege. Von der Robustheit der Wirtschaft zeigte sich Warsh beeindruckt. Der Notenbank-Chef habe mit der Rede an Glaubwürdigkeit gewonnen, wenn es um die Bekämpfung der hohen Inflation geht, merkten die Experten des Analysehauses Capital Economics an.

Laut Marktbeobachter Jürgen Molnar bekamen die Aktienmärkte zum Wochenschluss zusätzliche Unterstützung vom Ölmarkt. "Die Ölpreise kommen etwas zurück und nehmen damit zumindest ein wenig Inflationsdruck aus dem Kessel", so der Experte. Abseits von eventuellen neuen Entwicklungen am Persischen Golf machte ein möglicher Austritt Venezuelas aus dem Ölkartell OPEC Schlagzeilen.

Stärkster Sektor waren die Autowerte. Die Aktien von BMW gewannen 4,5 Prozent und profitierten dabei von einer positiveren Haltung der Citigroup. Renault waren mit 3,6 Prozent Aufschlag ebenfalls gefragt.

Im Bausektor ragten Aktien des heimischen Baukonzerns Strabag mit fast 16 Prozent Gewinn hervor. Sie reagierten damit auf Halbjahreszahlen, einen Rekordauftragsbestand und das angehobene Margenziel. Analyst Michael Marschallinger von dem Bankhaus Erste Group sprach von starken Zahlen des Baukonzerns. Die Kombination aus Rekord-Auftragsbestand, beschleunigter Infrastrukturaktivität und aktualisiertem Ausblick signalisiere weiteres Aufwärtspotenzial.

Etwas verhaltener war die Entwicklung der Technologiewerte. Hier gab es negative Signale aus den USA, nachdem Marvell Technology die zuvor von Nvidia neu entfachte Euphorie rund um Künstliche Intelligenz (KI) wieder gedämpft hatte. Die Quartalszahlen waren bei Anlegern nicht gut angekommen, obwohl das US-Unternehmen seine Ziele nach oben geschraubt hatte. Goldman-Analyst James Schneider bezeichnete die Ergebnisse des KI-Chipherstellers zwar als grundsätzlich positiv, die Markterwartungen seien jedoch immens hoch gewesen.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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