Europas Leitbörsen eröffnen ohne gemeinsame Richtung

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Die Anleger an den Europabörsen bleiben vorsichtig. Knapp nach dem Start war keine gemeinsame Linie auszumachen. Mangelnde Fortschritte in den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA um eine Öffnung der Meeresstraße von Hormuz sowie steigende Ölpreise halten die Kauflaune in Grenzen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann leichte 0,11 Prozent auf 5.866,61 Punkte. Der DAX lag quasi unbewegt bei 24.082,43 Zählern. In London legte der FTSE 0,12 Prozent zu.

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Angesichts weiterhin hoher Ölpreise halten die aktuellen Konjunktur- und Inflationssorgen an. Insofern sind die Zinsentscheidungen in Japan, Europa und den USA in dieser Woche von besonderem Interesse. In Japan blieb der Leitzins unverändert, wie die Bank of Japan am Dienstag mitteilte. Am Mittwoch folgt die US-Notenbank (Fed). Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der EZB und der Bank of England anberaumt. "Suchen dürften die Anleger nach Hinweisen, ob die bisher abwartende Haltung vieler Notenbanken beibehalten wird oder ob Zinserhöhungen für eine der nächsten Sitzungen signalisiert werden", schrieb Commerzbank-Experte Alexander Krämer.

Mit einem Zuwachs von 1,2 Prozent war des Stoxx Europe 600 Oil & Gas der stärkste Sektor in Europa. Dementsprechend waren ENI-Papiere mit plus 2,4 Prozent Spitzenreiter im Euro-Stoxx-50.

Mit minus 1,4 Prozent war der Stoxx Europe 600 Health Care der schwächste Sektor in Europa. Das bekommt auch der Pharmariese Bayer zu spüren. Die Aktien reagierten zudem mit einem Kursrückgang von 2,8 Prozent auf eine Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um milliardenschwere US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten. Damit zehrten sie ihr mageres Kursplus im bisherigen Jahresverlauf nahezu komplett auf. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Fall "Durnell" wird für Ende Juni 2026 erwartet.

Auch die Aktien von Novartis haben deutlich nachgegeben. Zuletzt verlor der Wert 2,6 Prozent. Damit setzte die Aktie den Abwärtstrend seit den Hochs Ende Februar fort. Mit den in der Früh vorgelegten Zahlen zum ersten Quartal hatte der Pharmakonzern die Erwartungen der Analysten verfehlt. Besonders die stärkere Generika-Konkurrenz bei Entresto, Promacta und Tasigna in den USA erkläre einen wesentlichen Teil der Umsatzabweichung, so die Bank Vontobel. Die erste Jahreshälfte gelte somit weiterhin als Übergangsphase, ordnete die UBS das Gezeigte ein.

Die Deutsche Börse wiederum hat im ersten Quartal dank guter Geschäfte rund um Finanzmarkt-Produkte deutlich mehr verdient. Finanzchef Jens Schulte sieht den Konzern damit "voll auf Kurs", seine Jahresziele für 2026 zu erreichen. Für die Papiere ging es am Dienstag im frühen Handel zuletzt 0,8 Prozent nach oben. Im bisherigen Jahresverlauf haben sie damit rund ein Fünftel hinzugewonnen.

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