Europas Börsen überwiegend höher, Euro-Stoxx-50 plus 0,48%

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Positive Vorgaben aus Asien, Sinkende Ölpreise unterstützen zusätzlich
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Die europäischen Börsen haben am Donnerstagvormittag mit guten Vorgaben aus Asien im Rücken überwiegend im Plusbereich tendiert. Positiv wirkte auch, dass die Ölpreise etwas zurückkamen.

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Der europäische Leitindex Euro-Stoxx-50 stieg zuletzt um 0,48 Prozent auf 6.565 Punkte. Der deutsche Leitindex DAX legte 0,40 Prozent auf 26.437 Punkte zu und nimmt damit Kurs auf sein zuletzt gesehenes Rekordhoch. Außerhalb der Eurozone gab hingegen der FTSE-100 in London um 0,35 Prozent auf 10.795 Einheiten nach.

Nachlassende Zinserhöhungsspekulationen in den USA unterstützen international die Aktienmärkte. Am Markt hieß es, gepaart mit den schwachen US-Arbeitsmarktdaten der Vorwoche gebe eine gesunkene Inflationsrate der US-Notenbank mehr Spielraum, ihre Geldpolitik beizubehalten.

Eine Branchenbetrachtung in Europa zeigte den Bankensektor als stärksten Bereich. Hier verteuerte sich die Aktie von BBVA um 1,9 Prozent. Die Aktionäre der Commerzbank konnten ein Kursplus von 1,6 Prozent verbuchen.

Klar im Plus tendierten auch Versicherungs-, Reise- und Technologiewerte. Den Spitzenplatz im Euro-Stoxx-50 eroberte die Adyen-Aktie mit einem Kurssprung in Höhe von fast zwölf Prozent. Die Analysten von JPMorgan werteten den Bericht des niederländischen Zahlungsdienstleisters zum zweiten Quartal als positiv. Das Unternehmen hat zudem nach kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr und wegen Übernahmeeffekten die Umsatzprognose leicht erhöht.

Am stärksten im Minus standen Chemietitel. Die Anteilsscheine von K+S ermäßigten sich um 2,9 Prozent.

Die Aktien von Moller-Maersk stiegen deutlich um fast fünf Prozent. Die Reederei habe im zweiten Quartal sowohl bei Umsatz als auch bei operativem Gewinn (Ebitda) die Erwartungen übertroffen, stellten die Analysten von Bernstein fest. Hinzu komme eine weitere Erhöhung des Ausblicks. Dies sei vor allem das Ergebnis höherer Frachtraten gewesen, was sich nach Angaben des Unternehmens im zweiten Halbjahr so fortsetzen dürfte.

Der Münchner Autovermieter Sixt hat dank einer starken Nachfrage von Mittelmeer-Urlaubern Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse legten im zweiten Quartal um 9,9 Prozent zu auf knapp 1,2 Mrd. Euro. Vor Steuern verdiente Sixt mit 123 Mio. Euro 14,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Sixt-Aktie gewann 3,9 Prozent.

Der Prothesenhersteller Ottobock wird nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal optimistischer für das laufende Jahr. Die Aktie reagierte mit einem Kursplus von mehr als drei Prozent.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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