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Heute stehen die Jännerdaten zum US-Arbeitsmarkt international im Mittelpunkt des Interesses, formulierten die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar. "Die US-Arbeitsmarktdaten für den Jänner sind so etwas wie die Zahl der Woche für die Börsen", schrieb auch der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Nach einigen enttäuschenden Berichten werde jetzt eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erwartet.
Auf Unternehmensebene standen Unternehmen mit publizierten Geschäftszahlen im Fokus. Die Commerzbank hat nach einem operativen Rekordergebnis im vergangenen Jahr ihre Gewinnprognose für 2026 angehoben. Für dieses Jahr erwartet das von der italienischen UniCredit umworbene Institut nun ein Nettoergebnis über dem ursprünglichen Ziel von 3,2 Mrd. Euro. Im abgelaufenen Jahr stieg das operative Ergebnis um 18 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Analysten hatten mit 4,46 Mrd. gerechnet. Die Commerzbank-Aktie verbilligte sich dennoch um 3,4 Prozent.
Die schwache Nachfrage nach Bier veranlasst die Brau-Union-Mutter Heineken zu einem drastischen Stellenabbau. Weltweit sollen bis zu 6.000 Arbeitsplätze wegfallen, teilte der niederländische Konzern mit. Zudem schraubte das Unternehmen seine Gewinnerwartungen für das Jahr 2026 herunter. Die Heineken-Papiere reagierten mit plus 4,5 Prozent.
Ahold Delhaize zogen um mehr als acht Prozent hoch. Der niederländische Supermarktbetreiber hat der Konsumflaute in den USA getrotzt und im vierten Quartal mehr verdient als erwartet. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn legte konzernweit um 3,8 Prozent auf 994 Millionen Euro zu. Analysten hatten deutlich weniger auf dem Zettel.
Totalenergies steigerten sich um 1,6 Prozent. Gesunkene Ölpreise drücken bei dem Ölkonzern wie bei seinen Konkurrenten auf den Gewinn. Deshalb wollen die Franzosen das Tempo ihrer Aktienrückkäufe erst einmal drosseln. Damit bringt wieder ein europäischer Energiekonzern den Anlegern in einem Umfeld niedriger Ölpreise unwillkommene Nachrichten. Im vierten Quartal schrumpfte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 3,84 Milliarden US-Dollar. Damit traf der Ölkonzern in etwa die Erwartungen der Analysten.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON