Europas Börsen im Minus, Euro-Stoxx-50 verliert 0,58%

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Weiter anziehende Ölpreise belasten
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An den europäischen Aktienmärkten war am Mittwoch einmal mehr Zurückhaltung angesagt. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den Zahlen mehrerer großer US-Technologieunternehmen hielten sich Anleger zurück. Aufgrund neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran legten zudem die Ölpreise deutlich zu und belasteten damit die Aktienkurse.

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Zu Mittag gab der Euro-Stoxx-50 0,58 Prozent auf 5.802,36 Punkte nach. In Frankfurt fiel der DAX um dünne 0,02 Prozent auf 24.016 Einheiten. Außerhalb des Währungsraums verlor der britische FTSE 100 0,7 Prozent auf 10.260,02 Punkte. Der Schweizer SMI büßte 0,56 Prozent auf 13.076,62 Punkte ein.

Marktteilnehmer sprachen von einer ambivalenten Lage. "Einerseits übt der Konflikt im Nahen Osten über die Energiepreise einen hohen Druck auf die Wirtschaft und über die Inflationsentwicklungen und die Geldpolitik der großen Notenbanken aus", so Andreas Lipkow, Marktanalyst beim Broker CMC Markets. "Andererseits können viele Unternehmensdaten positiv überraschen und den trüben Konjunkturaussichten trotzen."

Auf beiden Seiten des Atlantiks nimmt zur Wochenmitte zudem die Berichtssaison der Unternehmen mächtig Fahrt auf. In den USA veröffentlichen am Abend nach Börsenschluss in New York mit Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der Gruppe der "Magnificent 7" ihre Quartalszahlen. In Deutschland standen allein von den DAX-Werten sechs Quartalsberichte auf der Agenda.

Stärkster Sektor waren die Telekomwerte. Deutsche Telekom profitierten von Quartalszahlen der Mobilfunk-Tochter T-Mobile US und legten um 1,6 Prozent zu. Hinzu kam die anhaltende Rekordjagd von Nokia. Barclays hatte das Kursziel massiv von 5,20 auf 8,00 Euro angehoben.

Finanzdienstleister wurden von den Gewinnen der UBS-Aktie gestützt, die um 4,5 Prozent anzog. Das Institut habe starke Ergebnisse vorgelegt, die von einer regen Kundenaktivität in verschiedenen Geschäftsbereichen profitiert habe, hieß es von der kanadischen RBC.

Ölwerte waren weiterhin gefragt. Neben anhaltend hohen Ölpreisen wurden die Zahlen von TotalEnergies positiv aufgenommen. Das Unternehmen hatte im ersten Quartal deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Deshalb wollen die Franzosen das Tempo ihrer Aktienrückkäufe wieder erhöhen und eine höhere Dividende für das erste Quartal ausschütten.

Verluste gab es dagegen erneut bei den Pharmawerten. AstraZeneca sanken um 1,4 Prozent. Analyst Darren Nathan von der Investmentplattform Hargreaves Lansdown sprach zwar von soliden Quartalszahlen. Allerdings sei das Zahlenwerk zu unspektakulär, um der Aktie, die derzeit in einer Seitwärtsbewegung feststecke, neue Impulse zu geben.

Ähnlich sah es bei GSK aus, die um 1,8 Prozent fielen. Dass der Pharmakonzern die Erwartungen übertroffen habe, scheine vor allem auf die aufgestockten US-Lagerbestände des Gürtelrose-Impfstoffs Shingrix sowie einmalige Einsparungen bei den Rechtskosten zurückzuführen zu sein, schrieb Analyst Zain Ebrahim von JPMorgan. Daher werte er den Zwischenbericht nur als moderat positiv.

Unter den ebenfalls schwächelnden Autowerten sanken Volvo Cars um 2,2 Prozent. Der Autobauer hadert weiter mit einer schwachen Nachfrage.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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