Europas Börsen gehen überwiegend tiefer aus dem Handel

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Augen bleiben nach Nahost gerichtet
 © AFP, LUDOVIC MARIN, Apa
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Die europäischen Aktienmärkte haben den Handel am Mittwoch überwiegend mit Verlusten beendet. Die Marktteilnehmer blieben angesichts der auf erhöhtem Niveau stabilisierten Ölpreise und einiger enttäuschender Quartalszahlen vorsichtig. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,74 Prozent auf 5.940,34 Punkte. Außerhalb der Eurozone sank der FTSE-100 um 0,47 Prozent auf 10.559,58 Einheiten.

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Die Entwicklungen im Nahen Osten und an der Straße von Hormuz bleiben Helaba-Experten zufolge der treibende Faktor an den Finanzmärkten. Dass sich laut dem Nachrichtenportal Axios beide Seiten bei der Gestaltung von Rahmenbedingungen für einen Friedensvertrag angenähert hätten, dürfte etwas stützend gewirkt haben.

"Insgesamt bleibt die Verunsicherung trotz der jüngst gestiegenen Zuversicht groß", hieß es im Tageskommentar der Landesbank Helaba. "Solange es keine dauerhafte Lösung des Konflikts gibt und die Straße von Hormuz nicht frei befahrbar ist, gibt es keine Grundlage für eine nachhaltige Markterholung."

Branchenseitig waren Luxustitel am Berichtstag unter Druck gekommen, denn nach den enttäuschenden Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns LVMH zum Wochenstart konnten sich Investoren erneut wenig freuen. Mit Hermes und Kering erlitten gleich zwei prominente Namen Rückschläge. Die Aktien der Unternehmen fielen um 8,2 bzw. 9,3 Prozent.

Bei Hermes sprachen die Analysten von Barclays von enttäuschenden Umsatzzahlen im ersten Quartal. Bei Kering verwies Analyst Adam Cochrane von der Deutschen Bank auf die enttäuschende Entwicklung der Marke Gucci.

ASML konnten anfänglich leichte Gewinne nicht halten und rutschten am Nachmittag ab. Sie schlossen letzten Endes mit minus 4,2 Prozent. Der Chipausrüster hatte weiterhin vom KI-Boom profitiert und war mit überraschend viel Schwung in das neue Jahr gestartet. Die Analysten von Goldman Sachs sprachen von einem besser als erwarteten Quartalsbericht. Der erhöhte Ausblick für 2026 spiegelt die anhaltend hohe Nachfrage wider.

Im Autosektor ragten Stellantis mit plus 1,9 Prozent positiv heraus. Der Autobauer hatte im ersten Quartal dank eines Aufschwungs in seinen Kernmärkten Nordamerika und Europa mehr Autos verkauft. Ein Jahr zuvor noch waren die Verkäufe zu Jahresbeginn deutlich abgerutscht, vor allem im einst so lukrativen Markt Nordamerika.

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