Europas Börsen gehen überwiegend tiefer aus dem Handel

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Euro-Stoxx-50 nach neuen Rekorden um 0,40 Prozent schwächer
 © APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Die europäischen Börsen haben den Donnerstagshandel überwiegend mit Verlusten beendet. Im Späthandel brachte eine schwache Stimmung an der Wall Street Gegenwind. Anleger sind weiter beunruhigt, ob sich die enormen Investitionen in KI auszahlen. Zudem waren am Edelmetallmarkt die Investoren wieder sehr nervös, die Preise für Gold und Silber sackten stark ab.

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Der Euro-Stoxx-50 verlor zum Sitzungsende 0,40 Prozent auf 6.011,29 Einheiten - der Eurozonen-Sammelindex hatte am Berichtstag allerdings neue Rekorde geschrieben. Nach deutlichen Verlaufsgewinnen ging es auch für den DAX hinab. Der deutsche Leitindex verlor in Frankfurt marginale 0,01 Prozent auf 24.852,69 Punkte. In London sank der FTSE-100 um 0,67 Prozent auf 10.402,44 Zähler.

Mit Blick auf die Einzelwerte gab es bei Schroders in Großbritannien starke Zuwächse, da Nuveen den britischen Vermögensverwalter in einem Zehn-Milliarden-Pfund-Deal kaufen will. Die Titel sprangen um fast 30 Prozent hinauf.

Eine massive Kursbewegung gab es auch im Technologiesektor. Adyen brachen um knapp 22 Prozent ein. Der niederländische Zahlungsdienstleister hatte seine Umsatzprognose gesenkt.

Im Autosektor ragten Michelin mit 4,9 Prozent Aufschlag heraus. Die Aktie reagierte mit den Gewinnen vor allem auf den angekündigten Aktienrückkauf, der Analysten positiv überraschte. Dieser sei höher als erwartet ausgefallen, hieß es von der Deutschen Bank.

Anheuser Busch (AB Inbev) legten um 5,7 Prozent zu. Der Bierbrauer hatte seinen Gewinn 2025 trotz rückläufiger Nachfrage gesteigert. Der Konzern habe insgesamt solide Zahlen vorgelegt, urteilte Jefferies-Analyst Edward Mundy.

Positiv blickten Anleger auch auf das Zahlenwerk von EssilorLuxottica. Der Brillenkonzern hatte im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn unerwartet stark zugelegt. Grund dafür war auch der Smartbrillen-Boom gewesen. Die Titel gewannen 4,2 Prozent. Gefragt war mit Hermes zudem ein anderer französischer Standardwert. Der Luxusgüterkonzern habe einen soliden Jahresabschluss hingelegt, schrieb UBS-Analystin Zuzanna Pusz. Die Titel stiegen um 2,6 Prozent.

Unter Druck standen dagegen Sanofi mit 4,2 Prozent Abschlag. Der französische Arzneimittelhersteller hatte überraschend mitgeteilt, den Vertrag des bisherigen Sanofi-Chefs Paul Hudson nicht zu verlängern. Hudson soll bereits am 17. Februar ausscheiden.

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