Europas Börsen fester im Frühhandel, Euro-Stoxx-50 +0,86%

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Ergebnisvorlagen sorgen für Bewegung - Adyen-Titel brechen 15 % ein
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Die wichtigsten Aktienbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag fester präsentiert. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 legte 0,86 Prozent auf 6.087 Punkte zu. Der Frankfurter DAX notierte mit 1,31 Prozent im Plus bei 25.182 Einheiten und überwand damit wieder die Marke von 25.000 Punkten. In London konnte der FTSE-100 nach schwachen BIP-Zahlen um vergleichsweise moderate 0,43 Prozent auf 10.517 Punkte zulegen.

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Die britische Wirtschaft ist auch im Herbst überraschend kaum gewachsen. In den drei Monaten bis Ende Dezember stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum dritten Quartal erneut nur um 0,1 Prozent. Analysten hatten mit einer Verbesserung auf 0,2 Prozent gerechnet.

Im Fokus standen zudem vor allem die vorgelegten Unternehmensergebnisse und diese sorgten zum Teil für massive Kursveränderungen. Im Technologiebereich zog die Adyen-Aktie mit einem beachtlichen Abschlag von mehr als 15 Prozent die Aufmerksamkeit auf sich. Jefferies-Analyst Hannes Leitner sah die Ergebnisse des niederländischen Zahlungsdienstleisters im 2. Halbjahr 2025 währungsbedingt etwas unter den Erwartungen. Den Ausblick hält er für konservativ. Sowohl der Wachstums- als auch der Margenkonsens dürften etwas sinken.

Die Aktie von Mercedes-Benz bremste um fast drei Prozent. Die Stuttgarter haben für 2025 einen Gewinneinbruch vermeldet, der es in sich hat. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) habe die Konsensschätzung dabei noch um 29 Prozent verfehlt, kommentierte der Analyst Stephen Reitman von Bernstein Research das Ergebnis, das auf der Umsatzseite besser aussehe.

Siemens-Papiere zogen sechs Prozent hoch. Der Münchner Technologiekonzern schraubte die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr leicht nach oben. Im ersten Quartal stieg das Ergebnis aus dem Industriellen Geschäft um 15 Prozent auf 2,90 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen der Analysten, die im Schnitt von 2,64 Mrd. Euro ausgegangen waren. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 2,22 Mrd. Euro.

Anheuser Bush (AB Inbev) gewannen 2,4 Prozent. Der Bierbrauer hat im vergangenen Jahr dank sinkender Kosten trotz eines leichten Umsatzrückgangs operativ etwas mehr verdient. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei etwas mehr als ein Prozent auf 21,2 Mrd. US-Dollar (17,8 Mrd. Euro) gestiegen, teilte der Hersteller von Marken wie Beck's, Budweiser oder Corona mit.

British American Tobacco (BAT) notierten prozentuell unverändert. Der Zigarettenkonzern erwartet 2026 ein eher träges Geschäftswachstum. So dürften lediglich die unteren Enden der mittelfristigen Wachstumsziele für Umsatz und bereinigten operativen Gewinn erreicht werden. 2025 lag der um Sondereffekte bereinigte Gewinn der Briten mit 11,6 Milliarden britischen Pfund (13,3 Mrd Euro) leicht über dem Vorjahresniveau. Der Konzernumsatz fiel 2025 um ein Prozent auf 25,6 Milliarden Pfund.

Lufthansa gewannen 1,7 Prozent an Höhe. An deutschen Airports ist der Streik der AUA-Mutter angelaufen und hat bereits Donnerstagfrüh zu Dutzenden Flugstreichungen geführt. Der ganztägige Arbeitskampf der Piloten und des Kabinenpersonals startete kurz nach Mitternacht. Die Fluglinie sprach zunächst von "umfangreichen Streichungen". Nach Angaben des Flughafenverbands ADV dürften über 460 Flüge mit rund 69.000 Passagieren ausfallen.

AMSTERDAM - NIEDERLANDE: FOTO: APA/APA (AFP)/JOHN THYS

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