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Dennoch lag der kumulierte Nettogewinn der Top-10 in den USA mit umgerechnet knapp 164 Mrd. Euro um fast 80 Prozent höher als bei den nach der Bilanzsumme zehn größten Banken in Europa, die zusammen auf rund 92 Mrd. Euro kamen. In allen Jahren der vergangenen Dekade lagen die US-Banken vorn.
Die jüngste Analyse zeige jedoch, dass die Zollpolitik der US-Regierung nicht spurlos an den US-Banken vorbeigehe, erläutert EY-Partner Ralf Eckert. Die Kreditqualität habe sich im zweiten Jahr in Folge spürbar verschlechtert. "Dennoch bleibt festzuhalten, dass die US-Banken ihren europäischen Peers in wichtigen Kennzahlen weiterhin überlegen sind - wenn auch nicht mehr so deutlich wie in der jüngeren Vergangenheit", ordnet Eckert ein.
Spitzenreiter der untersuchten Banken, zu denen als einziges deutsches Institut die Deutsche Bank zählt, ist erneut mit weitem Abstand die US-Großbank JPMorgan mit umgerechnet rund 48,6 Mrd. Euro Gewinn 2025. Das höchste Ergebnis unter den europäischen Großbanken erzielte der EY-Analyse zufolge im vergangenen Jahr die HSBC mit knapp 19 Mrd. Euro Gewinn.
In Sachen Profitabilität hat sich die Schere zwischen den USA und Europa ebenfalls etwas geschlossen: Einer Eigenkapitalrendite (Return on Equity/RoE) von 11,6 Prozent bei den US-Banken steht für 2025 in Europa ein Wert von 9,8 Prozent gegenüber. Ein Jahr zuvor war das Verhältnis 12,1 zu 9,0 Prozent. Die Eigenkapitalrendite setzt den Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital und zeigt somit, wie effizient ein Unternehmen dieses Geld eingesetzt hat.