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Der Leitindex Dow Jones Industrial legte zum Sitzungsende 0,17 Prozent auf ein neues Rekordhoch bei 49.590 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,16 Prozent auf 6.977 Punkte und erreichte damit ebenfalls ein neues Allzeithoch. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Nasdaq Composite um 0,26 Prozent auf 23.734 Zähler.
Die Papiere der Kreditkartenanbieter Visa, Mastercard und American Express büßten zwischen 1,6 und 4,3 Prozent ein. US-Präsident Trump fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.
Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden auch Papiere aus der Bankenbranche, bei der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan, die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, fielen um 1,4 Prozent, jene der Citigroup um drei Prozent.
Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart auf, die an der Dow-Spitze um drei Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst auch in den technologielastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Außerdem kooperiert der Konzern mit dem Google-Mutterkonzern Alphabet, um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.
Die Aussicht auf einen KI-Deal mit Apple hievte die Alphabet-Papiere auf ein weiteres Rekordhoch und erstmals über die Marke von 4 Billionen US-Dollar. Die Anteilsscheine der Google-Muttergesellschaft schlossen 1,1 Prozent im Plus und damit wieder knapp unter der 4-Billionen-Marke. Apples verbesserte Sprachassistentin Siri soll künftig von der KI-Technologie Gemini von Google gesteuert werden.
In der Bieterschlacht um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers zieht der Konkurrent Paramount vor Gericht. In einer Klage fordert Paramount von Warner vor allem mehr Informationen zur Entscheidung des Managements, das Gebot des Streaming-Riesen Netflix vorzuziehen. Netflix will für rund 83 Milliarden Dollar lediglich das Studio- und Streaming-Geschäft übernehmen. Paramount bietet 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern. Das Management von Warner sprach sich für das Netflix-Angebot aus, das letzte Wort haben aber die Anteilseigner. Die Warner-Aktien verloren 1,7 Prozent, während Paramount um 0,8 Prozent zulegten und Netflix stagnierten.
Verluste von einem Prozent verzeichneten die Anteilsscheine des Krankenversicherers Unitedhealth. Laut dem "Wall Street Journal" kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.
Einen Kurssprung um mehr als zehn Prozent gab es beim Nebenwert Ani Pharmaceuticals zu sehen, der laut dem Barclays-Analysten Glen Santangelo einen "beeindruckenden Ausblick" ablieferte.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS