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Das Minus kommt unerwartet: Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten eine Stagnation auf dem Vormonatsniveau erwartet. Im Oktober hatte es zu einem Plus von 0,3 Prozent gereicht, nach einem Wachstum von 1,5 Prozent im September.
Die meisten Ausfuhren gingen im November trotz eines Rückgangs erneut in die USA. Dorthin wurden deutsche Waren im Wert von 10,8 Mrd. Euro geliefert. Das waren 4,2 Prozent weniger als im Oktober. Die von Präsident Donald Trump eingeführten Zölle drücken die Nachfrage nach Waren "Made in Germany". Das deutsche China-Geschäft wuchs hingegen: Die Ausfuhren in die Volksrepublik nahmen um 3,4 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro zu. Die Ausfuhren in die EU-Staaten sanken hingegen um 4,2 Prozent auf 73,1 Mrd. Euro.
Nach Deutschland wurden im November Waren im Wert von 115,1 Mrd. Euro eingeführt. Die deutschen Importe erhöhten sich damit um 0,8 Prozent zum Vormonat. Analysten hatten hier nur ein Wachstum von 0,2 Prozent vorausgesagt.
Die deutschen Exporteure müssen sich im neuen Jahr auf weitere Rückschläge im Geschäft mit den weltgrößten Volkswirtschaften USA und China einstellen. "Wir sehen keine Trendwende, sondern bestenfalls eine Atempause", sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, Dirk Jandura, kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters. "Für 2026 erwarten wir keine Rückkehr zur früheren Exportdynamik in den beiden wichtigsten Absatzmärkten USA und China." Realistisch sei eher eine Fortsetzung der Schwächephase oder bestenfalls eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau.