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Die Einfuhren brachen im Jänner um 5,9 Prozent zum Vormonat auf 109,2 Mrd. Euro ein. Das war das größte Minus seit April 2020.
Die meisten Ausfuhren gingen im Jänner erneut in die USA. Dorthin wurden deutsche Waren im Wert von 13,2 Mrd. Euro geliefert. Das waren 11,7 Prozent mehr als im Dezember, obwohl die von Präsident Donald Trump eingeführten hohen Zölle die Nachfrage nach Waren "Made in Germany" belasten. Das deutsche China-Geschäft brach dagegen ein: Die Ausfuhren in die Volksrepublik nahmen um 13,2 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro ab. Die Exporte in die EU-Staaten sanken um 4,8 Prozent auf 71,6 Mrd. Euro.
Kurzfristige Verbesserungsaussicht
Es besteht kurzfristig Aussicht auf Besserung: Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist im Februar ins Positive gedreht. Das Barometer für die Exporterwartungen stieg auf plus 2,6 Punkte, von minus 0,8 Punkten im Jänner, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Höher lag der Wert zuletzt im September 2025, zuvor war er seit Mai 2023 durchgängig negativ. "Die Exportwirtschaft startet mit etwas Rückenwind ins neue Jahr", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Von einer breit angelegten und dynamischen Erholung kann jedoch noch keine Rede sein." Hinzu kommt mit dem seit mehr als einer Woche währenden Iran-Krieg ein neuer Belastungsfaktor für die Weltwirtschaft.
MÜNCHEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Sven Hoppe