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Das neue Geschäftsmodell ermögliche "schnellere Entscheidungen und mehr Agilität gegenüber unseren Kunden und Partnern", erklärte Vorstandschef Christian Wojczewski. Evotec hatte bereits in den vergangenen zwei Jahren die Zahl seiner Standorte von 19 auf 14 reduziert, den Vorstand verkleinert und Stellen abgebaut.
An der Börse reagierten die Anleger mit Verkäufen auf den Sparkurs. Die Aktie brach um mehr als 15 Prozent ein.
Der Umbau ist zunächst mit hohen Kosten und einem schwachen Ausblick für das laufende Jahr verbunden. Für die Restrukturierung rechnet Evotec von 2026 bis 2028 mit Aufwendungen von insgesamt rund 100 Mio. Euro. Für 2026, das der Konzern als Übergangsjahr bezeichnet, wird ein Umsatz zwischen 700 und 780 Mio. Euro erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll zwischen null und 40 Mio. Euro liegen. Nach vorläufigen Zahlen für 2025 erwirtschaftete Evotec noch einen Umsatz von rund 788 Mio. Euro und ein bereinigtes Ergebnis von etwa 41 Mio.
Wirkstoffforschung
Evotec hat sich auf die Wirkstoffforschung und die Entwicklung neuer Medikamente für die Pharmaindustrie spezialisiert. Das Unternehmen leidet jedoch unter einer nachlassenden Nachfrage und hohen Kosten. Langfristig soll sich der Sparkurs auszahlen. Bis 2030 peilt Evotec einen Umsatz von mehr als einer Mrd. Euro an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2028 einen Wert von 20 Prozent erreichen und 2030 darüber liegen. Vor einem Jahr hatte Evotec allerdings bereits für 2028 eine EBITDA-Marge von über 20 Prozent in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr lag sie lediglich bei rund fünf Prozent.
Zum 30. September beschäftigte das Unternehmen weltweit knapp 4.800 Mitarbeiter. Den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr will Evotec am 8. April veröffentlichen.
HAMBURG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Christian Charisius