
von
Treiber der Entwicklung war das Motorradgeschäft mit den Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS. Der Motorrad-Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal um 84,0 Prozent auf 288,3 Mio. Euro, während der Absatz um 51,1 Prozent auf 47.390 Fahrzeuge zulegte. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) drehte mit 40,7 Mio. Euro klar ins Plus (Vorjahr: bereinigt minus 38 Mio. Euro). In den ersten drei Quartalen summiert sich der weltweite Motorradabsatz inklusive der Direktverkäufe durch Bajaj in Indien auf 228.067 Stück. Zudem seien die Overheadkosten in den ersten neun Monaten um 96,9 Mio. Euro gesenkt und der Personalabbau im dritten Quartal abgeschlossen worden.
Am 14. Oktober 2026 eröffnete die Gruppe in Manaus (Brasilien) ihr erstes eigenes KTM-Montagewerk außerhalb Österreichs. Der Standort ist im Einschichtbetrieb auf 10.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt und bedient ausschließlich den lokalen Markt; die Fertigung im Stammwerk Mattighofen bleibe davon unberührt.
"Nach dem ersten positiven operativen EBIT im zweiten Quartal 2026 konnten wir die Profitabilität im dritten Quartal nochmals deutlich steigern", sagte Finanzvorständin Petra Preining am Dienstag laut Mitteilung. "Gleichzeitig haben wir unsere Kostenstruktur weiter verbessert und die Lagerbestände auf einem nachhaltig effizienten Niveau gehalten. Diese Entwicklung bestätigt, dass wir die richtigen Maßnahmen umgesetzt haben und auf einem soliden finanziellen Fundament aufbauen können."
Für das verbleibende Geschäftsjahr 2026 liege der Schwerpunkt auf der weiteren Steigerung der Profitabilität und der Verbesserung des Free Cashflows. Das Management beobachte dabei mögliche Risiken durch geopolitische Rahmenbedingungen sowie veränderte Zoll- und Handelsregelungen. Nach den Sanierungs- und Restrukturierungsschritten der Vorjahre sowie der Übernahme der Kontrollmehrheit durch den indischen Fahrzeugkonzern Bajaj Auto im Jahr 2025 setze das Unternehmen damit seinen Stabilisierungskurs fort.