Addiko-Übernahme: RBI dürfte alle Tochterbanken behalten

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 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
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Die Raiffeisen Bank International (RBI) dürfte die Addiko-Tochterbanken in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro im Zuge der Übernahme vorerst doch behalten. Diese wären dem Plan nach mittels eines sogenannten "Carve-outs" eigentlich an die serbische Alta Group abgegeben worden. Nachdem der Alta Banka durch die serbische Notenbank die Lizenz entzogen wurde, rechne man aber nicht mehr damit, dass die dafür notwendigen Genehmigungen erteilt werden, so die RBI.

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Der "Carve-out" war Teil der Vereinbarung zwischen der Alta Group und der RBI im Übernahmepoker mit der slowenischen NLB. Die Serben hatten der RBI ihre Anteile an der Addiko angedient, wofür Raiffeisen das Geschäft in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro abstoßen und an die Alta Group verkaufen hätte sollen. Ursprünglich wäre die RBI nur mit den Addiko-Gesellschaften in Österreich, Kroatien und Slowenien verschmolzen, nunmehr könnten auch die weiteren Teilmärkte bei Raiffeisen bleiben.

Voraussetzung dafür wäre freilich, dass die Wettbewerbsbehörden grünes Licht für den Zukauf der Addiko Bank geben und die Eigentumsübertragung an die RBI abgeschlossen wird. Gemäß den Angebotsunterlagen müssen die Vollzugsbedingungen spätestens am 14. Mai erfüllt sein, das Closing muss also bis dorthin erfolgen. An der Übernahme ändere die Situation in Serbien jedenfalls grundsätzlich nichts, da die Zielgesellschaft, also die Addiko Bank, nicht direkt von der Maßnahme betroffen sei, so ein RBI-Sprecher zur APA.

Die Entscheidung, der Alta-Group-Tochter Alta Banka die Banklizenz zu entziehen, fiel kurz nach den Wahlen Ende Oktober, bei denen der langjährige Präsident Aleksandar Vučić abgewählt wurde. Alta wurden in den vergangenen Jahren enge Kontakte zu Vučićs Serbischer Fortschrittspartei SNS nachgesagt. Die serbische Notenbank NBS begründete den Schritt mit einer sich verschlechternden Finanz- bzw. Liquiditätslage und damit einer Gefährdung der Interessen von Einlegern.

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