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Das freiwillige Übernahmeangebot gilt für die noch frei gehandelten 21,177 Prozent der Aktien. Für den Kauf sind maximal rund 16,6 Millionen Euro vorgesehen. Ziel ist der vollständige Rückzug des Unternehmens von der Börse.
Pininfarina war 1986 in Mailand an die Börse gegangen und gehört seit 2015 zum Mahindra-Konzern. Der geplante Börsenrückzug steht nach Angaben des indischen Eigentümers im Zusammenhang mit einer umfassenderen industriellen Neuausrichtung. Mahindra will zusätzliches Kapital bereitstellen und in die Entwicklung von Pininfarina investieren. Zudem soll die Zusammenarbeit mit den Konzernunternehmen Tech Mahindra und Mahindra & Mahindra ausgebaut werden.
Pininfarina soll dadurch neue Märkte erschließen, sein Dienstleistungsangebot erweitern und effizienter arbeiten. Zugleich soll die Abhängigkeit vom klassischen Automobildesign schrittweise verringert werden. Nach Einschätzung von Mahindra bietet ein Börsenrückzug mehr Flexibilität für die geplante Transformation, die möglicherweise weitere größere Kapitalzuführungen erfordert.
Die Vorstandsvorsitzende Lucia Morselli sieht das Unternehmen vor einer neuen Entwicklungsphase. "Wir wollen, dass Pininfarina weiterhin Hersteller und nicht nur Designer ist. Wir wollen Autos bauen, auch in einem schwierigen Umfeld für die Branche weltweit und in Europa", erklärte Morselli. Besonderes Potenzial sieht sie im Luxussegment, bei Kleinserien und bei automobilen Einzelanfertigungen. Für die neue Phase kündigte Pininfarina "sehr konkrete und ehrgeizige Entwicklungspläne" an. Dabei soll auch die Produktion wieder eine größere Rolle spielen.
MÜNCHEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/Automobili Pininfarina