
von
Das operative Ergebnis verringerte sich von 51,6 Mio. auf 37,9 Mio. Euro, was auf Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen sei, die mit Beratungskosten für die Übernahme im Zusammenhang stehen. Das Nettobankergebnis belief sich auf 155,5 Mio. Euro, um 0,3 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Das sei insofern bemerkenswert, als regulatorische Maßnahmen in mehreren Kernmärkten der Gruppe die Möglichkeiten zur Preisgestaltung einschränkten, schreibt die Bank am Donnerstag in einer Mitteilung.
Rechne man die Sondereffekte aus dem Ergebnis, bleibe ein Nettogewinn von 19,1 Mio. Euro, so die Bank weiter - der Gewinn hätte sich ohne die Effekte also nur geringfügig verringert. Bei den Rückstellungen, die mit 41 Mio. Euro zu Buche schlagen und der Hauptgrund für den Verlust sind, geht es um höchstgerichtliche Entscheidungen, die Rechtsansprüche aus Franken-Krediten in den beiden Ländern betreffen. Die Urteile ergingen gegen andere Banken, dürften aber weitreichende Auswirkungen für den Bankensektor insgesamt haben.
Im Zuge der Bekanntgabe der Rückstellungen hatte die vor allem in Osteuropa tätige Addiko Bank Anfang Juli die Guidance ausgesetzt. Aufgrund der Übernahme - es fehlt noch das grüne Licht der Wettbewerbshüter - soll das bis auf weiteres auch so bleiben. Das Institut begründete das mit den "potenziell weitreichenden Auswirkungen auf Geschäftsmodell, Struktur, Geschäftstätigkeit und Finanzlage der Gruppe sowie verbleibender Unsicherheiten hinsichtlich Zeitpunkt, Abschluss und Umsetzung der Transaktion".