
Im historischen Ambiente des Park Hyatt Hotels, früher Sitz der Länderbank, ging es um Zukunftsfragen: (v. l.) Leonhard Schitter, Energie AG, Tatjana Katalan, Dorda, Ralf Six, trend, Staatssekretär Alexander Pröll, Othmar Karas, Europäisches Forum Alpbach, Alexander Bamberger, BMW Austria, Bernhard Ecker, trend-Chefredakteur.
©NIKLAS SCHNAUBELTDas zwölfte trend CEO Dinner war eine Kooperation mit dem Europäischen Forum Alpbach. Staatssekretär Alexander Pröll stellte sich der Diskussion, wie sich Europa aus der Abhängigkeit von den Tech-Mächten USA und China befreien kann – und was es an Reformen in der EU, aber auch im österreichischen Föderalismus braucht.
Es ging um kleine und auch um große Würfe, um das Land und den Kontinent voranzubringen. Das zwölfte trend CEO Dinner im Wiener Park Hyatt Hotel, diesmal in Kooperation mit dem Europäischen Forum Alpbach, mündete fast unausweichlich in das diesjährige Alpbach-Generalthema: „How Europe wins“.
Was es im Energiesektor, in der Finanzwelt oder im Transport- und Mobilitätssektor braucht, damit Europa in geopolitisch turbulenten Zeiten schlagkräftiger werden kann, war ebenso Gegenstand der lebhaften Diskussion wie digitale Souveränität.
Dazu passte der Gast und Keynote-Redner perfekt: Denn eine größere Unabhängigkeit von den Tech-Weltmächten USA und China ist das Leibthema von Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll, das er auch auf europäischer Ebene vorantreibt. Pröll ist in der Bundesregierung für seine Partei ÖVP aber auch als Regierungskoordinator tätig, daher ging es logischerweise auch um „How Austria wins“.
Eines der großen Reformversprechen der schwarz-rot-pinken Koalition, eine Neuordnung des Föderalismus samt seiner Kompetenzen, harrt ja noch der Umsetzung. Der Krieg im Nahen Osten und seine Konsequenzen wiederum haben dem zarten Pflänzchen Konjunkturaufschwung Luft und Licht zum Atmen genommen. Pröll warb für das bisher Erreichte und stellte sich den kritischen Fragen der geladenen CEOs.
Der offene Austausch mit den geladenen Gästen wird durch die Chatham House Rule begünstigt, wonach Gesagtes nicht einzelnen Redner:innen zugeordnet werden darf.