
Der US-Rüstungstechnologiekonzern Red Cat legt ein Übernahmeangebot für den oberösterreichischen Motorenhersteller Steyr Motors vor. Red Cat bietet 39 Euro je Aktie, der Standort in Steyr soll ausgebaut werden.
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Das an der US-Technologiebörse Nasdaq notierte Unternehmen Red Cat Holdings kündigte am Montag ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Steyr Motors AG an. Geboten werden 39 Euro je Aktie in bar. Das entspricht einem Aufschlag von 28,9 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag.
Red Cat ist auf Drohnen- und Robotiklösungen für Verteidigung und nationale Sicherheit spezialisiert. Der US-Konzern bekennt sich im Zuge der geplanten Übernahme zum Produktionsstandort in Oberösterreich. Die Fertigung sowie Forschung und Entwicklung sollen in Steyr bleiben, ebenso die Belegschaft. Darüber hinaus stellt Red Cat einen Ausbau der Produktionskapazitäten und eine mögliche stärkere Rolle des Standorts für seine europäischen Aktivitäten in Aussicht.
„Wir sehen Österreich als zentral für die Zukunft des Unternehmens“, erklärte Red-Cat-Chef Jeff Thompson. Steyr Motors soll durch den Zusammenschluss unter anderem von zusätzlichen Ressourcen und dem Zugang zu internationalen Kunden profitieren.
Auch Steyr-Motors-Chef Julian Cassutti unterstützt die geplante Übernahme. Der Konzern könne mit Red Cat als strategischem Partner seine internationale Expansion vorantreiben. Cassutti kündigte an, seine eigenen Aktien im Rahmen des Angebots ebenfalls verkaufen zu wollen.
Die österreichische B&C-Gruppe, die rund 15 Prozent an Steyr Motors hält, unterstützt die Transaktion. Sie hat sich unwiderruflich verpflichtet, ihre Aktien im Rahmen des Angebots anzudienen.
Die beiden Unternehmen hatten bereits im Sommer über eine mögliche Übernahme verhandelt. Die Gespräche waren im Juli zunächst beendet und später wieder aufgenommen worden.