
Andritz-CEO Joachim Schönbeck
©trend/Wolfgang WolakDer Anlagenbauer hat eine neue Vergütungspolitik: Das Gehalt von Andritz-CEO Joachim Schönbeck wurde 2025 halbiert.
In den letzten Jahren machte der steirische Anlagenbauer Andritz stets mit Top-Gehältern seiner Manager von sich reden. Auch letztes Jahr belegte Andritz-CEO Joachim Schönbeck Platz zwei im Ranking der Spitzenverdiener im ATX, geschlagen nur von Bawag-Chef Anas Abuzaakouk. Damals durfte sich Schönbeck über 5,6 Millionen Euro freuen. Doch das Unternehmen hat 2025 seine Vergütungspolitik auch aufgrund der Kritik mancher Investoren und Stimmrechtsberater geändert. „Die Vergütungspolitik 2025 zielt darauf ab, die Vergütung des Vorstands mit den langfristigen Zielen des Unternehmens stärker in Einklang zu bringen sowie die Wertschöpfung für Aktionäre und Stakeholder, einschließlich eines langfristigen profitablen Wachstums und einer Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens, zu erhöhen“, heißt es im Vergütungsbericht, den das Unternehmen auf der morgigen Hauptversammlung den Aktionären vorlegen wird.
Für Schönbeck und die übrigen vier Vorstände bedeutet das massive Einschnitte in ihre Gehälter: statt gesamt 13,5 Millionen Euro für 2024 zahlt Andritz 2025 nur mehr 8,3 Millionen Euro. CEO Schönbeck bekommt mit 2,8 Millionen Euro sogar etwas weniger als die Häfte der für 2024 angefallenen 5,6 Millionen Euro ausgezahlt. Vor allem der variable Teil des Gehalts ist dabei stark zurückgegangen: statt 4,3 Millionen Euor im Jahr 2024 gab es 2025 nur mehr etwas mehr als eine Million Euro für den CEO. Dafür wurde der feste Gehaltsbestandteil etwas erhöht. Der variable Teil bemisst sich an diversen Performancekomponenten. Andritz hat ja kürzlich für 2025 leichte Rückgänge beim Umsatz und dem Gewinn präsentiert.
