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Die Botschafterin für fair behandelte Daten

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ALEXANDRA EBERT. Chief Trust Officer Mostly AI.

©Alexandra Ebert
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Alexandra Ebert zählt zu den weltweit gefragten KI-Experten. Sie spricht über den ethischen Ansatz von KI und war zuletzt auch in Brüssel als Expertin für das EU-Gesetz zu KI im Einsatz.

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Ihre Mission trägt Alexandra Ebert im Jobtitel: Als Chief Trust Officer spricht sie mit Entscheidern in Wirtschaft und Politik über den ethischen Einsatz von KI. "Seit letztem Jahr merke ich deutlich, dass das Thema Responsible AI im Management angekommen ist", sagt sie. "Jetzt ist allen klar, dass KI-Entwickler einen klaren Rahmen brauchen."

Ebert ist auf KI-Konferenzen weltweit ebenso gefragte Gesprächspartnerin wie in Brüssel zum KI-Gesetz und genießt als eine der "100 Brilliant Women in AI Ethics" globale Sichtbarkeit. Für LinkedIn hat sie im letzten Jahr Onlinekurse über "synthetische Daten für die datenschutzkonforme und faire KI-Entwicklung" für Data Scientists und Entscheidungsträger produziert.

Der Weg zu einer Botschafterin für faire KI war eine zufällige Abzweigung am Karrierepfad der studierten Kommunikationswissenschaftlerin mit Schwerpunkt digitales Marketing. Bei den Experteninterviews zu ihrer Masterarbeit zu DSGVO und KI bekam sie die Dimensionen dieses Zukunftsthemas richtig mit - und nebenbei ein Jobangebot von Mostly AI. Das 50-Mitarbeiter-Start-up, für das Ebert seit vier Jahren arbeitet, hat eine KI-Software entwickelt, die auf Basis personenbezogener Originaldaten neue synthetische Daten erzeugt.

Durch dieses moderne Anonymisierungsverfahren bleibt der wirtschaftliche Nutzen der Daten erhalten, aber die Privatsphäre der Personen geschützt. Konzerne nutzen das für DSGVOkonforme Produktentwicklung und Analysen. "Hauptanwendungsfall ist das Training eines neuen KI-Algorithmus, für den keine Originaldaten verwendet werden dürfen, etwa bei der Einführung einer Banking-App", sagt Ebert, "oder die Vorhersage von Kündigungswahrscheinlichkeiten von Kunden."

Zu den Kunden gehören Banken, Telekom-Konzerne und Versicherungen in Österreich und den USA.

Der Artikel ist aus trend.PREMIUM vom 19. Jänner 2024.
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