Jet per App: Restplatzbörse für Privatjets

Jet per App: Restplatzbörse für Privatjets
Jet per App: Restplatzbörse für Privatjets

Die Privatjet-App Victor macht das Anbieten und Chartern von Privatflugzeugen mobil möglich.

Reisen wie die Superstars und komfortabel zum nächsten Geschäftstermin im Privatjet? Jetsharing macht's möglich. Die Smartphone-App "Victor" ist eine Art Restplatzbörse für Privatjets. Das Mitfliegen im Lear-Jet kann damit sogar günstiger sein als einen Linienflug zu buchen.

Fliegen wie die Reichen. Das können anspruchsvolle Reisende mit Victor. Clive Jackson gründete das Startup für Spitzenverdiener, denn auch Reiche wollen sparen. Victor ist eine Art Mitflugzentrale der Sonderklasse. Nun können Privatflugzeuge über das Portal angeboten, angemietet und Sitzplätze auch bequem mit dem Smartphone gebucht werden.

Luxuriöse Alternative zur Business Class

Zeit ist Geld und die Geduld für stundenlange Prozedere am Flughafen hält sich bei der Upperclass in Grenzen. Linienflüge dauern länger als Flüge mit dem Privatjet und sind nicht individuell gestaltbar. So müssen Jetsetter lediglich eine halbe Stunde vor Abflug vor Ort sein und können Gepäck und Haustiere mit an Board nehmen. Chartert man selbst einen Flug und ist nicht nur Mitflieger, ist selbst die Abflugzeit individuell gestaltbar. Viele kleinere Städte können angeflogen werden, die mit Linienflügen nicht erreichbar wären. Flugzeugtyp, Fluggesellschaft und Preis können die Nutzer direkt abfragen und vergleichen. Der "full concierge service" an Board ist mit dem Erste-Klasse-Standard auf Linienflügen vergleichbar. Hierfür fällt die Provision für Victor etwas höher als üblich aus.

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Côte d'Azur, New York City und Los Angeles: Reiche jetten um die Welt.

Mit dem Privatjet zu fliegen war wohl nie einfacher und günstiger. Trotzdem hat Jetsharing seinen Preis. Die Angebote sind hier naturgemäß in Relation zu sehen. Normalerweise kann die Buchung eines Privatjets bis zu mehrere zehntausend Euro ausmachen, mitfliegen können bis zu 14 Personen. Die App bietet die Suche nach "Empty-Leg-Flügen" an. Das sind Leerflüge, die enstehen, wenn nur in eine Richtung gebucht wird und der Jet danach wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück muss. Diese Leerflüge sind häufig deutlich günstiger. Gerade für Gruppen von Reisenden können diese Flüge unter Umständen sogar günstiger sein als ein Linienflug. Ein Jet kann so schon um die 2.000 Euro gebucht werden. Für die Vermittlung gehen fünf Prozent der Kosten an Victor.

Netzwerken über den Wolken

Viele Privatjets sind selten im Einsatz. Über die Jet-Börse können Privatjets weltweit gechartert und freie Sitzplätze an Mitflieger verkauft werden. Das Klientel besteht vornehmlich aus Business-Reisenden, die weltweit Termine wahrnehmen. Auf die Idee kam der Unternehmensgründer Clive Jackson aus eigener Betroffenheit. Der in London ansässige Unternehmer suchte Alternativen um zu seiner Finca auf Mallorca zu kommen und schloss sich kurzerhand mit anderen Mallorca-Reisenden zusammen. Aus den eigenen Mitfahrgesuchen auf die spanische Insel wurde das weltweite Angebot Victor, dass mit Privatjets eine Alternative zur Business Class anbieten will.

Clive Jackson möchte einen schnellen, transpranten Dienst anbieten, quasi das iTunes für Privatjets sein. Mit der gelaunchten mobile App (bisher nur in englischer Sprache) und dem Einstieg in den US-Amerikanischen Markt will er den Markt für Privatjets aufmischen: „Die Vereinigten Staaten sind mit einem Anteil von 49,7 Prozent weltweit der größte Markt für Privatjets, der Anteil Europas liegt bei 20,8 Prozent“, so Jackson. Der Service bietet Zugriff auf über 7.000 Jets weltweit und 40.000 internationale Flughäfen.

Jet per App

Die kostenlose iOS App Victor Mobile bietet Kunden zum ersten Mal Zugriff auf Charter-Preise, Details zur Crew und zum Flugzeug, sowie die Möglichkeit, verfügbare Jets direkt zu vergleichen. Weitere Funktionen der App sind Sofortbuchung, Routen- und Reiseplanung – alles direkt vom Smartphone oder Tablet aus. Sobald der Kunde seinen Jet via App gebucht hat, wird die Bordkarte in der Anwendung gespeichert und die Fluginformationen können mit weiteren Passagieren geteilt werden. Mit der integrierten Navigationsfunktion kann der Kunde sehen, wie viel Zeit er für die Anreise zum Flughafen einplanen muss, und kann aus der App heraus dorthin navigieren. Victor erledigt zudem die gesamte Flugadministration im Namen des Kunden, und informiert Bodenpersonal und Crew bereits vorab über die Passagiere.

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