
FMA-Chefin Mariana Kühnel hat es mit einer wachsenden Zahl an Aufgaben, etwa im Kryptobereich, zu tun.
©Michael Rausch-SchottDie Finanzmarktaufsicht hat ihren Personalstand im Jahr 2025 deutlich erhöht. Die Personalkosten sind um mehrere Millionen Euro gestiegen.
Ganz Österreich muss sparen. Ganz Österreich? Sieht man sich den aktuellen Jahresbericht der Finanzmarktaufsicht FMA an, dann könnte man meinen, dass das Spardiktat dort nicht gilt. Denn 2025 ist die Zahl der Mitarbeiter (in Vollzeitäquivalenten) um knapp 35 auf 461,5 angestiegen, die Personalkosten erhöhten sich um 4,6 Millionen Euro. Den Großteil dieser Kosten tragen die beaufsichtigten Unternehmen wie Banken und Versicherungen, nur 6,2 Millionen Euro (2024: 5,1 Millionen Euro) werden vom Staat bezahlt. Die Zahl dieser beaufsichtigten Unternehmen ist aber rückläufig, wie man ebenfalls aus dem Bericht herauslesen kann, und zwar von 1.046 auf 838. Darüber hinaus wechselte die Aufsichtszuständigkeit für die Raiff eisenlandesbank NÖ-Wien aufgrund der Bilanzgröße letztes Jahr von der FMA zur EZB.
Die FMA führt den Zuwachs auf neue Gesetze wie die Krypto-Richtlinie MiCAR oder DORA für mehr Cybersicherheit zurück, sowie auf „signifikante neue Aufgaben“, die ihr übertragen wurden, etwa das Sanktionengesetz und das FATF-Prüfungsanpassungsgesetz. „Diese neuen Aufsichtsbereiche tragen zu einem sauberen Finanzplatz bei und haben sich im Rahmen der erfolgreichen FATF-Länderprüfung positiv auf die internationale Reputation der Republik ausgewirkt“, ist man bei der Behörde überzeugt. Satt 17 Gesetzen mit insgesamt 136.634 Wörtern zum Start der FMA im Jahr 2002 kümmere man sich nun um 44 Gesetze mit insgesamt 293.269 Wörtern, wird im Bericht vorgerechnet. In dieser Zeit verfünffachte sich der Personalstand.
Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 12. Juni 2026 erschienen.
