
Helmut Ettl soll ab 1. November 2026 Exekutivdirektor beim Internationalen Währungsfonds werden.
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Österreich wird den langjährigen Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA), Helmut Ettl, für die Funktionsperiode vom 1. November 2026 bis 31. Oktober 2028 als Exekutivdirektor im Internationalen Währungsfonds (IWF) nominieren. Das teilte die Oesterreichische Nationalbank am Montag mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Ettls FMA-Vertrag läuft noch bis 2028, derzeit bildet er das Führungsduo mit Co-Vorständin Mariana Kühnel.
Diese Entscheidung für Ettl sei nach einem gemeinsam durchgeführten Auswahlverfahren von der Nationalbank und dem Finanzministerium getroffen worden, heißt es in der Mitteilung.
Der SPÖ-nahe Ettl fungiert seit dem Jahr 2008 als Vorstand der FMA, seit 2023 läuft seine dritte Amtszeit. Seine Karriere begann Ettl in der Nationalbank. Vor seiner Bestellung zum FMA-Vorstand war er Leiter der Hauptabteilung Bankenaufsicht sowie der Abteilung für Bankenanalyse und -revision der OeNB. Seit 2023 ist er auch stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA).
Wahl im Herbst
Das IWF-Exekutivdirektorium setzt sich aus 25 Direktorinnen oder Direktoren zusammen und ist für die laufende Geschäftsführung zuständig. Gemeinsam wählen die Direktoren darüber hinaus die IWF-Chefin oder den IWF-Chef. Österreich bildet im IWF gemeinsam mit der Türkei, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien sowie dem Kosovo eine Stimmrechtsgruppe. Diese Ländergruppe wird im Exekutivdirektorium des IWF durch einen Exekutivdirektor vertreten. Die offizielle Wahl des Exekutivdirektoriums erfolgt im Herbst dieses Jahres. Helmut Ettl wäre nach Hans Prader (2012-2014) erst der zweite österreichische Vertreter in der Funktion eines Exekutivdirektors im IWF.