
Laut Medienberichten wird Helmut Ettl ab November Exekutivdirektor beim Internationalen Währungsfonds.
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Der langjährige Vorstand der Finanzmarktaufsicht (FMA), Helmut Ettl, dürfte der Behörde demnächst den Rücken kehren. Er soll im November Exekutivdirektor beim Internationalen Währungsfonds (IWF) werden, wie zunächst Die Presse und danach Der Standard berichteten. Ettls FMA-Vertrag läuft noch bis 2028, derzeit bildet er das Führungsduo mit Co-Vorständin Mariana Kühnel. Die FMA wollte sich zur Personalie auf APA-Anfrage nicht äußern.
Der SPÖ-nahe Ettl fungiert seit dem Jahr 2008 als Vorstand der FMA, seit 2023 läuft seine dritte Amtszeit. Seine Karriere begann Ettl in der Nationalbank (OeNB), die ihn demnächst für das Exekutivdirektorium im IWF vorschlagen soll, schreibt der Standard. Dieses setzt sich aus 25 Direktorinnen oder Direktoren zusammen und ist für die laufende Geschäftsführung zuständig. Gemeinsam wählen die Direktoren darüber hinaus die IWF-Chefin oder den IWF-Chef. Ettl ist seit 2023 auch stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA).
Erst im vergangenen Jahr war die ÖVP-nahe Kühnel als Nachfolgerin von Eduard Müller in den Vorstand bestellt worden. Laut Regierungsprogramm liegt das Vorschlagsrecht für das zweite ausscheidende Vorstandsmitglied und damit eine etwaige Nachbesetzung Ettls bei Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ).