
Der Facebook-Mutterkonzern Meta einigt sich im Rechtsstreit um den Schutz von Kindern auf Sozialen Netzwerken auf eine Vergleichszahlung von bis zu 16,7 Milliarden Dollar.
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Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat sich bereit erklärt, mehr als 16 Milliarden US-Dollar zu zahlen, um einen Rechtsstreit mit 29 US-Bundesstaaten beizulegen.
Meta wurde vorgeworfen, seine Sozialen Netzwerke so zu gestalten, dass sie Minderjährige abhängig machen. Der Konzern soll Verbraucher über die Sicherheit seiner Plattformen getäuscht und unrechtmäßig persönliche Daten von Kindern gesammelt haben, um damit KI-Modelle zu trainieren. Meta wies die Vorwürfe im Rahmen der Einigung erneut zurück.
Im Rahmen der Einigung hat Meta zugestimmt, für jugendliche Nutzer standardmäßige tägliche Nutzungsbegrenzungen und nächtliche Sperrzeiten einzuführen. Außerdem will das Unternehmen seine Systeme zur Altersüberprüfung verbessern, um zu verhindern, dass Kinder auf unangemessene Inhalte zugreifen können. Hinzu kommen zusätzliche Werkzeuge für Eltern und Erziehungsberechtigte.
Die Einigung erfolgte kurz vor dem Start des Prozesses und muss noch von einem Gericht genehmigt werden. Meta hatte zuvor geschätzt, dass ein Verlust des Verfahrens das Unternehmen Hunderte Milliarden Dollar hätte kosten können.
„Der Rahmen, den wir ausgehandelt haben, wird Eltern in die Lage versetzen, auf einfache Weise zu steuern, wie ihre Kinder unsere Plattformen nutzen“, wird CJ Mahoney, Chief Legal Officer von Meta, in der Financial Times zitiert.
Meta erklärte, dass rund 5,3 Milliarden Dollar der Vergleichssumme nur dann gezahlt werden müssten, wenn auch YouTube und TikTok jeweils bereit wären, denselben Betrag zu zahlen und einige der gleichen Nutzungsbeschränkungen sowie Maßnahmen zur Altersüberprüfung einzuführen. Das Unternehmen teilte mit, dass die Vergleichszahlungen jährlich über einen Zeitraum von zehn Jahren geleistet würden. Darüber hinaus werde Meta im Zusammenhang mit der Vereinbarung 10 Milliarden Dollar an Rechtskosten verbuchen.
Die Einigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem soziale Medienunternehmen zunehmend mit öffentlicher Kritik darüber konfrontiert sind, wie ihre Apps Kinder und Jugendliche Erwachsenen-Inhalten aussetzen oder sie dazu bringen können, stundenlang an ihren Smartphone-Bildschirmen zu bleiben. Dies kann sich negativ auf ihre psychische Gesundheit auswirken.
Regierungen in Australien, Europa und Großbritannien sowie einige US-Bundesstaaten planen derzeit neue Altersbeschränkungen oder führen diese bereits ein. Diese sollen jüngere Jugendliche daran hindern, Apps wie Instagram, Snapchat, YouTube und TikTok zu nutzen.
Auch in Österreich wird ein Social-Media-Verbot diskutiert. Ein entsprechender Gesetzesentwurf befindet sich derzeit in Begutachtung und ist noch nicht beschlossen. Betroffen wären voraussichtlich Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube und Snapchat. Die Alterskontrolle soll dabei in erster Linie von den Plattformbetreibern gewährleistet werden. Für Jugendliche ab 14 Jahren wäre die Nutzung weiterhin erlaubt.