
Das berufliche Netzwerk LinkedIn hat sich zu einer höchst effizienten Kommunikationsplattform entwickelt – für Unternehmer, Beschäftigte wie auch Kunden. Bereits 2,2 Millionen Österreicher sind dabei, pro Minute werden Tausende Kontakte geknüpft.
Krisen sind die ultimative Nagelprobe jeder Kommunikationsstrategie. Die AUA durchfliegt gerade ein heftiges Gewitter aufgrund des Lohn-Zwists mit der Gewerkschaft. CEO Annette Mann muss in diesen Tagen nicht nur Zahlen, sondern auch hochkochende Emotionen managen – öffentlich und im Netz.
Auch auf dem sozialen Netzwerk LinkedIn beklagen sich Menschen über verpatzte Osterferien und bringen Argumente für und wider Streik. Der AUA-Chefin folgen dort 34.000 Menschen, darunter viele Mitarbeitende und Kunden. Mann nutzt diese Reichweite, geht auf die aktuellen Probleme ein – und ist weit von einem Shitstorm entfernt.
Die Social-Media-Expertin Kristina Rausch hält die Krisenkommunikation der AUA-Chefin jedenfalls für gelungen: „Annette Mann gibt sich offen und lässt sich auf Diskussion ein. Sie kann die Kommunikation anders anlegen und Details einbringen, für die im ‚ZIB 2‘-Studio oft gar keine Zeit ist.“ Dass auf LinkedIn mit Klarnamen und Foto diskutiert wird, trägt auch zu Disziplin und Versachlichung bei.
Auf LinkedIn geht es weniger heiß zu als auf X, und die Präsentation muss nicht allein der Optik folgen wie auf Instagram. Das sind nur zwei Gründe für den enormen Zustrom, den das Businessnetzwerk derzeit im deutschsprachigen Raum mit bald 23 Millionen Nutzern erlebt. „Vernetzen wir uns auf LinkedIn“ hat den Visitkartentausch ersetzt.
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