China-Zölle treffen Vorarlberger Käserei

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China verhängt Zölle von bis zu 11,7 Prozent auf Milchprodukte aus der Europäischen Union. Die Zölle treten morgen in Kraft und treffen die Vorarlberger Privatkäserei Rupp.

Die neuen Zölle auf europäische Milchprodukte seien Folge einer 18-monatigen Untersuchung zu europäischen Subventionen, teilte das chinesische Handelsministerium am Donnerstag mit. Die Zölle treten mit 13. Februar in Kraft und gelten für fünf Jahre. Betroffen ist laut Liste des chinesischen Ministeriums auch die Vorarlberger Privatkäserei Rupp. Für deren Produkte soll künftig ein Zollsatz von 9,5 Prozent gelten.

Weitere betroffene Firmen kamen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Italien, wie aus der Auflistung hervorging. Die Zollsätze schwanken demnach je nach Firma zwischen 7,4 und 11,7 Prozent. Direkte Auswirkungen für Verbraucher in Europa dürften die Zölle indes nicht haben.

Zollsätze niedriger als erwartet

Die nun final festgelegten Sätze sind deutlich niedriger als die in einer vorläufigen Entscheidung vom Dezember zunächst verhängten Zölle von 21,9 bis 42,7 Prozent. Die Regierung in Peking hatte die Untersuchung als Reaktion auf EU-Zölle auf chinesische Elektroautos angeordnet. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von zwei Monaten, dass China Zölle für Produkte aus der EU senkt, die nach der Einführung von EU-Abgaben auf Elektroautos ins Visier genommen wurden.

Der Wert der von der Untersuchung betroffenen Importe aus der EU belief sich 2024 auf 589 Mio. Dollar (495 Mio. Euro). Wichtige Exporteure in der EU sind Frankreich, Italien, Dänemark und die Niederlande. Im Visier waren ungesüßte Milch und Obers sowie Frisch- und Weichkäse, darunter auch bekannte französische Sorten wie Roquefort und Camembert.

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