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Im Gegensatz zum Kriegsbeginn in der Ukraine treffe die Lage Österreich und Europa nicht an einem Zeitpunkt, in dem sich ein Abschwung anbahne. Diesmal komme die Krise in einer Phase des Aufschwungs. Dieser werde nicht abgewürgt, jedoch gedämpft. Aktuell sei der Ölpreis zwar gesunken, liege aber immer noch 30 Prozent über dem Wert des Kriegsbeginns vor sechs Wochen. Ausschläge beim Gaspreis sollten bei längerfristigen Verträgen erst später zu moderateren Preisanstiegen führen.
Während Börsen und Futuremärkte mit einer Beruhigung rechnen, sei das "Vertrauen" hierzulande aber noch nicht zurück, gibt Scheiblecker zu bedenken. Private Haushalte seien nach wie vor zurückhaltend und wenig konsumfreudig. Das gelte auch für die Investitionsbereitschaft der Unternehmen.
Optimistisch betrachtet könnte man ab dem zweiten Halbjahr mit Preisrückgängen beim Gas rechnen, sagte E-Control-Vorstand Alfons Haber im "Mittagsjournal". In den nächsten Monaten rechnet er mit weiter hohen Preisen. Ähnliches gilt aus Sicht von Fachmann Johannes Rauball für Öl und damit Sprit. In den nächsten Wochen rechnet er mit weiter recht hohen Spritpreisen und einem Diesel-Literpreis von an die 2 Euro, "bis eine Normalisierung eintritt".
WKÖ-Energiehandelsobmann und Tankstellenbetreiber Jürgen Roth hoffte hingegen auf einen Rückgang bei den Benzin- und Dieselpreisen in den nächsten Tagen, den man auch spüre. Offen ist freilich, wie es im US-Israelischen Konflikt mit dem Iran unter der Ägide des erratisch agierenden US-Staatschefs Donald Trump weitergeht.