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"Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie die Zölle und der Entfall der Elektro-Förderung in den USA haben unser Geschäft beeinträchtigt", sagte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Ressort auch im Gesamtkonzern betreut. "Auf der anderen Seite haben wir unsere starke Position in Europa trotz neuer Wettbewerber weiter ausgebaut. Dasselbe gilt für Südamerika, wo wir ebenfalls Marktanteile gewonnen haben."
In China, wo der Konzern mit dem harten Preiswettbewerb lokaler Elektroautoanbieter kämpft, wurden 2025 noch 2,69 Millionen Fahrzeuge übergeben, acht Prozent weniger als im Vorjahr. In Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden, sackte die Zahl der Auslieferungen um 10,4 Prozent auf noch 946.800 Fahrzeuge ab.
In Europa legte der Konzern dagegen deutlich zu. 3,38 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken wurden hier ausgeliefert, 3,8 Prozent mehr als 2024. In Südamerika gab es ein noch deutlicheres Plus von 11,6 Prozent auf 663.000 Fahrzeuge.
Im vierten Quartal gingen die weltweiten Auslieferungen sogar um fast fünf Prozent auf 2,38 Millionen Fahrzeuge zurück. In China lag das Minus bei 17,4 Prozent, sodass man nur noch 720.000 Autos verkaufte. Ebenfalls um 17,4 Prozent nach unten ging es in Nordamerika auf 238.000 Fahrzeuge.
Kräftig zulegen konnten vor allem die Verkäufe von Elektroautos. Weltweit wurden im Gesamtjahr 983.100 E-Autos aller Konzernmarken ausgeliefert, fast ein Drittel mehr als 2024. In Europa ging es sogar um 66 Prozent nach oben. Fast jeder neunte Neuwagen aus dem Konzern war 2025 ein Batteriewagen. Im Vorjahr war das Geschäft mit den Stromern in Europa unter anderem von gestutzten oder beendeten Förderprogrammen gebremst worden.
Angaben zu den einzelnen Marken machte VW noch nicht. Den vollständigen Bericht zu den Auslieferungszahlen will der Konzern am 20. Jänner vorlegen.
Die Kernmarke VW und die Tochter Audi hatten für die USA aber schon Anfang des Monats schwache Zahlen gemeldet: Bei Audi gingen die Verkäufe in den USA 2025 um 16 Prozent nach unten, bei der Kernmarke VW um 13 Prozent. Vor allem das schwache Schlussquartal belastete. In den ersten neun Monaten bis September hatte der Konzern weltweit noch leicht zugelegt.