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Aktuell agierten die Anleger vorsichtig, hieß es am Markt. Sie wägten ab, ob die Unternehmensgewinne von Technologie-Unternehmen wohl die jüngsten Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz rechtfertigten. Zudem herrsche weiter Unsicherheit wegen der Lage im Nahen Osten.
Nach den neuen Angriffen und Drohungen der USA gegen den Iran scheint eine diplomatische Lösung erneut in weite Ferne gerückt zu sein. Das US-Militär startete am Mittwoch gleich zwei Angriffswellen und attackierte zudem ein Schiff, das gegen die Blockade iranischer Häfen verstoßen haben soll. Zudem soll der Iran informierten Kreisen zufolge von der jemenitischen Huthi-Bewegung Unterstützung für eine Sperrung der Ölroute durch das Rote Meer für den Fall erbeten haben, dass die Vereinigten Staaten wie schon angedroht Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur starten.
Für größere Bewegungen bei einzelnen Aktien sorgte die gerade angelaufene Ergebnisberichtssaison. Aktien von Unitedhealth schossen nach Meldung von Zahlen um 6,0 Prozent nach oben und waren damit die größten Gewinner im Dow. Der größte US-Krankenversicherer kommt nach seinem Krisenjahr 2025 besser aus dem Tief als gedacht. Angesichts überraschend guter Geschäfte im zweiten Quartal hob Konzernchef Stephen Hemsley die Ziele für 2026 ein weiteres Mal an.
Für die Anteilscheine von United Airlines ging es um gut drei Prozent nach unten. Die Fluggesellschaft hatte mit ihrem bereinigten Gewinnausblick enttäuscht.
Der Triebwerkhersteller GE Aerospace hatte zwar gute Zahlen präsentiert und seine Gewinnprognose erhöht, trotzdem fielen die Papiere um ebenfalls mehr als drei Prozent. Anleger hätten sich wohl ein ehrgeizigeres Ziel erhofft, schrieb Analyst Gautam Khanna von TD Cowen.
Auch eine Übernahme bewegte die Anleger: Der Pharmakonzern Eli Lilly will den Psychopharmaka-Experten Ataibeckley kaufen. Dessen Papiere schnellten um rund ein Drittel die Höhe. Für Eli Lilly ging es um 1,3 Prozent nach oben.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT