US-Börsen im Frühhandel mit Verlusten

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Micrsoft und Tesla im Minus, Meta dagegen höher
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Die US-Börsen haben sich eine Stunde nach Handelseröffnung mit teils deutlichen Verlusten präsentiert. Starke Abgaben verzeichneten die Aktien von Technologieunternehmen, die angesichts der frisch vorgelegten Zahlen im Fokus standen. Der Nasdaq Composite sank um satte 2,09 Prozent auf 23.359,59 Einheiten.

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Es zeige sich einmal mehr, "dass wir kein einheitliches Wachstum für alle Technologieunternehmen sehen", kommentierte Rory McPherson, Chief Investment Officer bei Magnus Financial Discretionary Management. "Die Investitionsausgaben sind auf breiter Front gestiegen. Der Markt belohnt einfach die Fähigkeit, diese zu monetarisieren, während er Unternehmen, die dazu nicht in der Lage sind, mit Fragezeichen versieht."

Nachdem sich anfänglich der Dow Jones noch leicht in der Gewinnzone halten konnte, drehte auch er in die Verlustzone. Der US-Leitindex verlor 0,58 Prozent auf 48.731,16 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 1,15 Prozent auf 6.897,77 Zähler hinab.

Dass Meta mit dem Rückenwind eines boomenden Werbegeschäfts die Ausgaben für KI-Infrastruktur drastisch hochschraubt, zog die Aktien schon vor Handelsbeginn nach oben. Zuletzt notierte der Schein mit plus 8,2 Prozent. Zudem überzeugte Meta mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum.

Dagegen sackten die Microsoft-Titel nach der jüngsten Erholungsrally um fast 11 Prozent ab. Das Wachstum im vergangenen Geschäftsquartal fiel zwar stark aus, blieb aber hinter dem des Vorquartals zurück. Dazu kamen Sorgen über die stark gestiegenen Kosten und ein als mäßig aufgenommener Ausblick für das Cloud-Geschäft im laufenden Quartal.

Für die Aktien von Tesla ging es um fast zwei Prozent hinab. Das Unternehmen schloss erstmals ein Jahr mit einem Umsatzrückgang ab. Nun schwört Konzernchef Elon Musk Tesla auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis ein. Die älteren Elektroauto-Modelle S und X werden eingestellt, um Kapazitäten für die Roboter-Produktion freizumachen. Sie begründeten einst den Ruf Teslas als Branchenpionier, wurden zuletzt aber kaum mehr ausgeliefert.

Mit einem Kursplus von 6,3 Prozent nimmt IBM inzwischen sein Rekordhoch aus dem November ins Visier. Ein starkes Wachstum des Branchen-Urgesteins im Software- und IT-Infrastrukturgeschäft machte das träge Beratungsgeschäft mehr als wett.

Beim Halbleiterausrüster Lam Research gab es nach der Zahlenvorlage ein Plus von 1,4 Prozent. Die Aktien hatten schon zur Wochenmitte - ähnlich wie einige heimische Chipunternehmen - von erfreulichen Geschäftsberichten der ausländischen Branchenkollegen ASML und SK Hynix sowie des Chipherstellers Texas Instruments profitiert.

Zu einem Rekord reichen könnte es auch beim Baumaschinen-Spezialisten Caterpillar, dessen Aktien sich um 2,4 Prozent verteuerten. Er erzielte sowohl im Schlussquartal als auch 2025 die höchsten Erlöse in der Unternehmensgeschichte. Dazu übertraf der bereinigte Gewinn je Aktie - eine von Analysten besonders beachtete Kennziffer - die Erwartungen deutlich.

Für die zuletzt schwächelnden Titel des Chemiekonzerns Dow Inc ging es nach Zahlen um sechs Prozent bergab.

Dass die Fluggesellschaft Southwest Airlines mit ihren Quartalszahlen positiv überraschte, ließ die jüngst strauchelnden Papiere um über 11 Prozent steigen. Beim Rüstungskonzern Lockheed Martin sorgten Zahlen und Ausblick für einen Kursanstieg von 7,1 Prozent. Die Titel erreichten ein neues Rekordhoch.

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