US-Börsen gehen überwiegend tiefer aus dem Handel

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Überwiegend Abgaben nach Nvidia-Zahlen
 © APA/APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY
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Die US-Börsen sind am Donnerstag überwiegend tiefer aus dem Handel gegangen. Im Fokus standen am Vorabend veröffentlichte Ergebnisse des KI-Giganten Nvidia, die allerdings keine Kursbegeisterung auslösten. Der Dow Jones gewann unwesentliche 0,03 Prozent auf 49.499,20 Einheiten. Der marktbreite S&P-500 sank indes um 0,54 Prozent auf 6.908,86 Zähler. Für den Nasdaq Composite ging es um 1,18 Prozent auf 22.878,38 Punkte abwärts.

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Die Anleger zeigen sich am heutigen Berichtstag vorsichtig, nachdem die weltweit bedeutendsten Börsen - angetrieben vom Thema Künstliche Intelligenz (KI) - von Rekord zu Rekord geeilt waren. Hinzu kommen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs in den Vereinigten Staaten die weiterhin schwelenden Zoll-Unsicherheiten, da US-Präsident Donald Trump umgehend alternative Maßnahmen angekündigt hatte. Der Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ist ebenfalls ungewiss. Im schlimmsten Fall könnte ein Angriff der USA folgen.

Die Aktien des wohl weltweit wichtigsten Halbleiterkonzerns Nvidia sackten um 5,5 Prozent ab. Marktstratege Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset sagte, es reiche inzwischen nicht mehr, die Erwartungen zu übertreffen. Der KI-Zyklus sei vielmehr bereits so weit fortgeschritten, dass sich die Anleger zunehmend fragten, wie lange es noch so rasant weitergehen werde.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies auf die Zweischneidigkeit der starken Nvidia-Zahlen und der Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung: "Längst sind Signale eines schnelleren KI-Ausbaus, wie sie Nvidia lieferte, kein Grund mehr für Anleger, in Jubel-Arien zu verfallen. Sie kennen die Kehrseite der Medaille: die Disruption durch KI. Wenn der KI-Ausbau schneller verläuft als gedacht, ist auch die Wahrscheinlichkeit größer, dass dies ebenso für die KI-Disruption gilt."

Die Aktien von Salesforce waren mit einem Kursanstieg von vier Prozent die stärksten Aktien Dow Jones. Der Softwarekonzern konnte mit seinem Umsatzausblick auf das angelaufene Geschäftsjahr die Sorgen um eine Bedrohung des Geschäftsmodells durch Künstliche Intelligenz offenbar zerstreuen. Zur guten Stimmung dürfte auch die Ankündigung eines großen Aktienrückkaufprogramms beigetragen haben. Seit dem jähen Abrutschen etwa Mitte Jänner hat der Kurs aber immer noch 25 Prozent eingebüßt.

Um mehr als 33,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit drei Monaten sackten die Aktien von Array ab. Der Solartracker-Hersteller enttäuschte die Anleger mit seinem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Die Papiere von C3.ai fielen auf ein Rekordtief und büßten 18,5 Prozent ein. Das Softwareunternehmen reduzierte sein Umsatzziel für 2026.

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