Schweizer Ökonomen erhöhen BIP-Prognose für 2026 markant

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Zinserhöhung in der Schweiz für heuer erwartet
 © AFP, FABRICE COFFRINI, Apa
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Die Ökonomen des Schweizer Prognoseinstituts BAK Economics sind für die Konjunktur im laufenden Jahr deutlich optimistischer geworden und haben ihre Wachstumsprognose mehr als verdoppelt. Für 2027 bleiben sie aber vorsichtig. BAK Economics sagt nun für das laufende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,8 Prozent voraus, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Bisher hatte die Prognose für das reale, sporteventbereinigte BIP lediglich auf 0,8 Prozent gelautet.

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Ausschlaggebend für diese Revision seien die überraschend guten Wachstumswerte des zweiten Quartals, schreibt BAK Economics. Der Bund hatte Anfang September für April bis Juni ein hohes Wachstum von 1,5 Prozent vermeldet, was weit über den Prognosen aller Experten lag. Gestützt werde die neue Prognose aber auch von den wenigen Indikatoren für das dritte Quartal, die auf eine solide Entwicklung hindeuteten, so die BAK-Experten.

In Euphorie verfallen sie aber nicht. Im Gegenteil hat das Institut die Prognose für 2027 sogar leicht gesenkt, auf 1,3 von 1,4 Prozent. Ein Teil der überraschend hohen Dynamik im laufenden Jahr dürfte auf Vorzieheffekte im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik zurückzuführen sein, mutmaßen die Ökonomen. Vorsichtig bleiben diese aber auch wegen der geopolitischen Unsicherheiten und dem Iran-Konflikt. "Die für Investitionen wichtige Planungssicherheit hat sich damit nicht grundlegend verbessert", heißt es in der Aussendung.

Die Inflationsprognose belässt das Institut unterdessen für 2026 bei 0,6 Prozent und erhöht sie für 2027 nur leicht auf 0,8 von 0,7 Prozent. Gleichwohl sei zu erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) schon im Dezember die Zinsen erhöhe. Die robustere Schweizer Konjunktur und die wieder klar positive Inflation hätten die Ausgangslage verändert, lautet es zur Begründung. Dieser Zinsschritt wäre aber nicht als Beginn eines klassischen Straffungszyklus zu verstehen, so die Ökonomen. Es wäre ihrer Meinung nach vielmehr ein "Normalisierungsschritt" in einem dafür günstigeren geldpolitischen Umfeld.

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