OMV-Produktion im 1. Quartal auf 288.000 Fass/Tag gesunken

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100 Mio. Euro Absicherungsverluste
 © Themenbild, Apa, GEORG HOCHMUTH
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Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat im ersten Quartal 2026 die Auswirkungen des Iran-Krieges zu spüren bekommen. Die durchschnittliche Fördermenge sank im Vergleich zum Vorquartal von 300.000 auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (boe/d). Zudem rechnet der Konzern laut dem am Donnerstag veröffentlichten Trading Update wegen unterbrochener Rohölströme mit einmaligen Absicherungsverlusten von rund 100 Mio. Euro.

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Im Fördergeschäft (Energy) dämpften der Iran-Krieg sowie ungünstige Lieferzeitpläne die Produktionsmengen. Die Erdgasförderung blieb mit 125.000 boe/d stabil, während die Rohöl- und NGL-Produktion (Natural Gas Liquids bzw. flüssige Kohlenwasserstoffe) auf 163.000 boe/d zurückging. Diese negativen Volumenseffekte dürften im operativen Ergebnis jedoch durch gestiegene Energiepreise mehr als ausgeglichen werden. Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis kletterte auf 73,8 Dollar (63,05 Euro) je Barrel, der Erdgaspreis stieg auf 31,1 Euro je Megawattstunde. Ein wesentlich geringerer Ergebnisbeitrag wird allerdings im westeuropäischen Gasmarketing erwartet, primär wegen erhöhter Transportrückstellungen.

Neben den Absicherungsverlusten von 100 Mio. Euro belasten weitere Faktoren das operative Ergebnis im Fuels-Segment im Vergleich zum Schlussquartal 2025 mit rund 150 Mio. Euro. Dies ist in erster Linie auf niedrigere Margen im Endkundengeschäft sowie geplante Stillstände in europäischen Raffinerien zurückzuführen. Auch die Beteiligung Adnoc Refining & Trading dürfte unter dem Krieg leiden. Die europäische Raffinerie-Referenzmarge blieb mit 13,88 Dollar je Barrel indes nahezu stabil. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem massiven Anstieg des Net Working Capitals um rund 1 Mrd. Euro infolge gestiegener Lagerbestände und Forderungen.

Im Chemiegeschäft erholte sich die Auslastung der Steamcracker in Europa deutlich von 72 Prozent im Vorquartal auf 91 Prozent. Verwiesen wird im Trading Update zudem auf die Ende März vollzogene Gründung von Borouge International. Dies führt im ersten Quartal zu einer Kapitalzuführung von 1,5 Mrd. Euro an das neue Unternehmen und wird den Verschuldungsgrad des OMV-Konzerns temporär erhöhen. Die vollständigen Ergebnisse für das erste Quartal will die OMV am 30. April vorlegen.

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