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Stattdessen konzentriere sich Mercedes zunächst auf automatisierte Fahrassistenten, bei denen der Fahrer jederzeit aufmerksam bleiben muss. Hintergrund der Entscheidung seien hohe Produktionskosten bei geringer Nachfrage, berichtete die Zeitung weiter. Der Konzern plane jedoch, das System weiterzuentwickeln und in künftigen Modellen wieder anzubieten. Mercedes-Chef Ola Källenius sagte dem "Handelsblatt" zufolge, man könne die Angebote so kombinieren, dass Kunden künftig sowohl im Stadtverkehr als auch auf Autobahnen automatisiert fahren könnten. Der Konkurrent Ford hatte am Mittwoch angekündigt, man werde ein Level-3-System 2028 auf den Markt bringen. Dafür werde der Kunde zusätzlich zahlen müssen, sagte ein hochrangiger Ford-Manager der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Summe wurde nicht genannt.
Die Autoindustrie hat für das automatisierte Fahren den SAE-Standard entwickelt. Level 1 umfasst grundlegende Assistenzfunktionen wie einen Tempomaten oder Spurhalteassistenten. Bei Level 2 kann das System Lenkung sowie Beschleunigung und Bremsen übernehmen, der Fahrer muss jedoch stets aufmerksam bleiben und jederzeit die Kontrolle übernehmen können. Level 3 erlaubt es dem Fahrer, sich in bestimmten Situationen vom Verkehrsgeschehen abzuwenden, er muss jedoch eingreifbereit bleiben. Fahrzeuge des Levels 4 agieren autonom in festgelegten Bereichen. Level 5 bezeichnet die Vollautomatisierung, bei der ein Fahrzeug jede Fahrt unter allen Bedingungen ohne menschlichen Eingriff bewältigen kann.