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Wichtigster Inflationstreiber blieben demnach jedoch wegen ihrer stärkeren Gewichtung im Warenkorb die überdurchschnittlich gestiegenen Preise für Dienstleistungen mit einem Plus von 4,5 Prozent im Jahresvergleich, gegenüber Februar 0,2 Prozent. Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol kosteten im Jahresvergleich laut Statistik Austria um 2,4 Prozent mehr, gegenüber Februar blieben die Preise stabil. Ohne die Preisentwicklung bei Treibstoffen und Heizöl lag die Inflation im März bei 2,3 Prozent.
Der seit Ende Februar andauernde Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Der Iran hat die Straße von Hormuz weitgehend geschlossen: Über die Meerenge wird ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert. Das sorgt für Knappheiten, weshalb die Weltmarktpreise gestiegen sind.
Die stark gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs schlagen auf die heimische Inflation durch. Zu den größten Preistreibern zählten Diesel mit einem Anstieg von 21,9 Prozent im Jahresvergleich und 23,9 Prozent im Monatsvergleich sowie Superbenzin mit einem Plus von 12,1 Prozent bzw. 14,8 Prozent. Auch Heizöl verteuerte sich im Vergleich zum März 2025 um 38,2 Prozent, im Vergleich zu Februar um 42,8 Prozent.
Inflationsdämpfend wirkten unterdessen im Jahresvergleich unter anderem der elektrische Strom mit minus 8,3 Prozent sowie die Mobiltelefonie mit minus 11,9 Prozent. Im Vergleich zum Februar waren es die Beherbergungsdienstleistungen mit einem Rückgang von durchschnittlich 3,7 Prozent.
Von Februar 2026 auf März 2026 stieg das Preisniveau hierzulande im Schnitt um 1,2 Prozent. Die Inflationsrate nach dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), der Vergleiche mit anderen Ländern der Eurozone zulässt, erhöhte sich im März um 3,1 Prozent.
Die gesamte Eurozone bekommt den Iran-Krieg zu spüren. In einer vorläufigen Schätzung war von 2,5 Prozent Inflation die Rede. Noch im Februar hatte die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent gelegen.
"Die aktuellen Teuerungsimpulse werden vor allem durch geopolitische Krisen verursacht", sagte ÖVP-Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl laut Aussendung. "Wir haben daher in den vergangenen Wochen mit gezielten Maßnahmen im Energiebereich gegengesteuert, um diese internationalen Preisentwicklungen zu dämpfen. Klar ist aber auch, dass wir solche externen Schocks nicht verhindern können - wir können sie aber wie mit den von uns gesetzten Maßnahmen abfedern."
Die Freiheitlichen sehen das anders. "Zwar treiben geopolitische Verwerfungen die Energiepreise, doch ein erheblicher Teil des aktuellen Preisdrucks ist hausgemacht und das Ergebnis falscher wirtschafts- und sozialpolitischer Eingriffe", kritisiert FPÖ-Wirtschaftssprecherin Barbara Kolm in einer Aussendung. Sie fordert eine "spürbare Senkung von Abgaben und Steuern".
Angela Pfister, Leiterin des Volkswirtschaftlichen Referats des ÖGB, fordert weitere preisdämpfende Maßnahmen: "Gerade bei anhaltend hoher Inflation braucht es einen wirksamen Schutzschild gegen die Teuerung."