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Der Bau einer Fabrik zur Produktion hochmoderner Speicherbausteine kostet üblicherweise mehr als zehn Milliarden Dollar. Zusammen mit den bereits im Bau befindlichen Fabriken in Shanghai und Hefei wird sich die Produktionskapazität voraussichtlich verdoppeln. CXMT könnte dann monatlich 600.000 Wafer zu Halbleitern verarbeiten. Dies würde die aktuellen Lieferengpässe bei diesen Produkten entschärfen. CXMT und die Stadtverwaltung von Peking reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.
CXMT ist mit einem Marktanteil von knapp acht Prozent der weltweit viertgrößte Hersteller von DRAM-Chips, die als Arbeitsspeicher in vielen elektronischen Geräten vom Smartphone bis zum Rechenzentrum vorkommen. Die westlichen Marktführer Samsung und SK Hynix aus Südkorea sowie Micron aus den USA beherrschen zusammengerechnet rund 90 Prozent des Marktes. In den Plänen der chinesischen Regierung für eine stärkere technologische Unabhängigkeit spielt CXMT eine wichtige Rolle. Daher wird das Unternehmen massiv gefördert.
Dank einer rasant wachsenden Nachfrage steigerte CXMT den Umsatz im ersten Quartal um mehr als 700 Prozent. Bei ihrem Debüt an der Shanghaier Börse stieg die Aktie um 466 Prozent, womit CXMT aus dem Stand zum wertvollsten börsennotierten Konzern Chinas wurde.