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Die Regierung werde dazu rund eine Mrd. Dollar für den Aufbau der Infrastruktur von etwa 30 Produktionszentren ausgeben. Zudem seien Zuschüsse von 218 Mio. Dollar für Zukunftstechnologien wie Chips und Energiespeicher vorgesehen.
Es ist bereits der dritte Versuch der Regierung Modi, das Produzierende Gewerbe maßgeblich zu stärken. Zwei frühere Initiativen, die Kampagne "Make in India" von 2014 und ein Anreizpaket im Umfang von 23 Mrd. Dollar aus dem Jahr 2020, hatten ihr Ziel verfehlt, den Anteil der Industrie am Bruttoinlandsprodukt auf 25 Prozent zu verdoppeln. "Mehrere Regierungsinitiativen zur Stärkung des Produktionswachstums haben in den vergangenen Jahren bestenfalls zu bescheidenen, schrittweisen Fortschritten geführt", sagte ein an der Ausarbeitung der neuen Politik beteiligter Regierungsvertreter. "Nötig ist eine kühne, fokussierte und geschlossene Strategie, um einen tiefgreifenden Wandel herbeizuführen."
Der Schwerpunkt der neuen Initiative mit dem Namen "National Manufacturing Mission" liegt demnach auf dem Abbau bürokratischer Hürden. Sie gelten als größtes Hemmnis für die indische Industrie. Ein neuer Regierungsausschuss unter Leitung eines Ministers soll Genehmigungsverfahren für Land, Strom und Finanzierungen beschleunigen und sich mit den Bundesstaaten abstimmen. Eine uneinheitliche Politik von Zentralregierung und Bundesstaaten hat in der Vergangenheit Investitionen erschwert. Details könnten im Haushalt am 1. Februar bekannt gegeben werden.