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Aufgrund der "Verlangsamung des Marktes für Elektrofahrzeuge in Nordamerika" gibt das Unternehmen die Entwicklung und Markteinführung mehrerer Elektromodelle auf, die in den USA hätten hergestellt werden sollen. Dieser Strategieschwenk werde über mehrere Geschäftsjahre hinweg bis zu 2,5 Billionen Yen (13,6 Mrd. Euro) kosten.
Honda werde sich nun stärker auf Hybride konzentrieren, deren Nachfrage in den USA und anderswo stark gestiegen sei, sagte Vorstandschef Toshihiro Mibe. Er werde ebenso wie sein Vorstandskollege Noriya Kaihara für drei Monate freiwillig auf 30 Prozent der Vergütung verzichten, bei anderen Führungskräften seien es 20 Prozent.
US-Präsident Donald Trump hat die staatliche Förderung der E-Mobilität gestrichen und damit auch andere Autokonzerne zu kostspieligen Kurskorrekturen gezwungen, darunter GM, Ford und Stellantis, die Muttergesellschaft von Opel, Fiat und Chrysler. Auch Porsche ist von seinem geplanten Wechsel zur E-Mobilität weitgehend abgerückt und nimmt dafür Milliardenbelastungen in Kauf.
Am Markt seien zwar Belastungen im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen erwartet worden, doch habe das Ausmaß der Abschreibung überrascht, sagte Julie Boote, Autoanalystin bei Pelham Smithers Associates. "Die Hauptüberraschung war, dass das US-Produktionsprogramm gestrichen wurde, anstatt es nur zu verkleinern. Honda hatte einen sehr ehrgeizigen EV-Expansionsplan, der durch das veränderte Marktumfeld stark beeinträchtigt wurde", sagte Boote. Die Aktie verlor in Tokio 1,23 Prozent an Wert.