EZB: Risiken für Euroraum durch geopolitische Krisen

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EZB-Vizechef Luis de Guindos
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In Zeiten geopolitischer Krisen und technologischen Wandels warnt die EZB vor Risiken für die Wirtschaft im Euroraum. Trotz des schwierigen Umfelds habe sich die Wirtschaftstätigkeit zwar als robust erwiesen, sagte EZB-Vizechef Luis de Guindos am Mittwoch in Madrid. Der Euroraum sei aufgrund globaler wirtschaftlicher Verflechtung jedoch anfällig für externe Schocks.

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Als offene Volkswirtschaft mit starker Integration in globale Lieferketten und internationale Finanzmärkte sei der Euroraum externen Schocks und Schwachstellen ausgesetzt, die sich aus geopolitischen und handelspolitischen Entwicklungen ergäben. "Die hohe Unsicherheit im globalen Umfeld scheint sich jedoch nicht in den aktuellen Marktpreisen widerzuspiegeln", erklärte der Spanier.

Allerdings könnten negative Überraschungen abrupte Stimmungswechsel auslösen, die sich dann auf verschiedene Anlageklassen und Regionen auswirken würden: "Geopolitische Risiken erhöhen die Abwärtsrisiken für das Wachstum spürbar." Länder, die stärker vom Handel abhängig seien oder eine höhere Staatsverschuldung aufwiesen, seien einem größeren Risiko von Verstärkungseffekten und den daraus resultierenden Abwärtsrisiken ausgesetzt.

Als mögliche Risikoszenarien nannte der EZB-Vizechef eine erneute Eskalation von Handels- oder anderen geopolitischen Spannungen, Rückschläge bei KI-Fortschritten mit entsprechenden Anpassungen der Vermögenspreise oder zunehmende Zweifel an der fiskalischen Glaubwürdigkeit der USA. Mit Blick auf die Inflation befinde man sich im Euroraum insgesamt weiterhin in einer günstigen Lage. Die Teuerungsrate lag im Dezember bei exakt 2,0 Prozent - dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. "Unsere jüngste Einschätzung bestätigt, dass sich die Inflation mittelfristig beim Zielwert von zwei Prozent einpendeln dürfte", sagte de Guindos. In Österreich liegt die Inflation bekanntlich deutlich höher.

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