Europas Leitbörsen tendieren am Vormittag erholt

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US-Zölle im Grönlandstreit vom Tisch
 © APA/APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Nach dem neuerlichen Zollschock haben sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag erholt. Denn die Drohung durch neue US-Zölle ab dem 1. Februar gegen acht europäische Länder ist nach einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte wieder vom Tisch.

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Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 stieg in der ersten Handelsstunde um 1,30 Prozent auf 5.959 Punkte. In Frankfurt legte der DAX um 1,27 Prozent auf 24.874 Zähler zu, während der Londoner FTSE-100 um 0,72 Prozent auf 10.211 Einheiten anzog.

Trump hat mit Rutte einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zusatzzölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.

"Noch sind nicht viele Details zum geplanten Abkommen zwischen den USA und der NATO bekannt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Viel wichtiger ist für die Börsianer ohnehin die Info, dass die angedrohten Zusatzzölle am 1. Februar nicht in Kraft treten werden. Ob das Grönland-Thema damit dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Fürs Erste feiern die Börsen aber die neue Faktenlage."

Insbesondere Autowerte reagierten mit deutlichem Kursplus. Der europäische Auto-Branchenindex war am Montag auf das tiefste Niveau seit Oktober abgerutscht. Hier kamen zudem ermutigende Zahlen von VW hinzu, das Unternehmen hat mit Aussagen zum Barmittelfluss positiv überrascht. Die Papiere der Wolfsburger zogen daraufhin um 5,5 Prozent an. Andere europäische Aktien wie Stellantis, BMW und Mercedes gewannen zwischen 1,5 und 3,5 Prozent.

Bei Rüstungsaktien nahmen Anleger inzwischen weiter Gewinne mit. Leonardo, Rheinmetall und Saab verloren jeweils gut zweieinhalb Prozent. Aktien aus der Branche hatten bis Montag noch davon profitiert, dass US-Präsident Trump im Streit um Grönland zunächst auch militärische Mittel nicht ausgeschlossen hatte.

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